AfDler sympathisieren mit Militärputsch in Deutschland

Andreas Kemper

Der versuchte Militärputsch in der Türkei bringt auch Putsch-Phantasien innerhalb der AfD zum Vorschein. AfDler sympathisieren mit einem Militärputsch in Deutschland.

Militärputschsympathisanten am AfD-Rand

Die AfD erhält seit Jahren Unterstützung durch Zeitschriften wie die nationallibertäre „eigentümlich frei“ oder die völkische Zeitschrift „Compact“. Deren Herausgeber haben sich in den letzten Monaten deutlich für einen Militärputsch bzw. für eigenmächtiges Handeln des Militärs ausgesprochen.

So schrieb der Herausgeber von „eigentümlich frei“, André Lichtschlag, dass einem „Militärputsch“ der angeblich vorhandenen und schlimmer werdenden rot-grünen „Meinungsdiktatur“ der Vorzug zu geben wäre. Lichtschlag forderte schon länger „Freiheit statt Demokratie“. Vor zehn Jahren fand sich in der „WELT“ ein Artikel von ihm mit der Überschrift „Entzieht den Nettostaatsempfängern das Wahlrecht“, Menschen, die Geld vom Staat erhielten, sollten kein Wahlrecht mehr haben. Der Mitgründer und langjährige Sprecher der AfD, Konrad Adam, pflichtete im Artikel „Wer soll wählen?“ der Argumentation von Lichtschlag bei.

Jürgen Elsässer, Herausgeber vom „Compact-Magazin“ rief direkt das…

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Rüdiger Lessel

von ContRa e.V.

Weiter geht’s: Heute wollen wir uns mit einem weiteren Mitglied der AfD Clp/Vec, Herrn Rüdiger Lessel, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden, auseinandersetzen:

Rüdiger Lessel, der Stellvertretender Kreisvorsitzender der AfD Cloppenburg Vechta der unter anderem auch unter dem Pseudonym Bernahrd Wulle unterwegs ist, betreibt die Facebook-Seite „FSPN-Vechta – Cloppenburg – Deutschland“, sowie einen Youtube Channel und hat an der HHU Düsseldorf und WWU Münster studiert. In seiner Zeit war er aktiver Burschenschaftler, der jedoch, wie es in dem Nachrichtenblatt 292 der Deutschen Burschenschaft vom 13.12.2004 zu lesen ist, ausgeschlossen wurde.
Neben mehreren Leserbriefen in der Jugend Freiheit steht er auch der „Patriotische(n) Plattform“ bei, die u.a. die rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ (IB) unterstützt.

Zudem publizierte Rüdiger Lessel in der letzten Jahresausgabe 2015 der Zeitschrift „Bund Deutsche Heimat“ die der rechtsextrem-revanchistische Kleinstpartei „Bund für Gesamtdeutschland“ zugehört. In der Zeitschrift fordert der Parteivorsitzende u.a. den Austritt Deutschlands „aus allen internationalen Organisationen einschließlich NATO, UNO und EU“, eine „Rückführung aller in der Weimarer Verfassung aufgeführten staatlichen Firmen in den Staatsbesitz“ und den Bau und die Stationierung „von Satelliten zur wirtschaftlichen Nutzung mit eigenen Trägerraketen“.

In der Märzausgabe 2013 der rechtsextrem zuzuordnenden Zeitschrift „Zuerst“, dessen Herausgeber Dietmar Munier ist, der der Gemeinschaft Junges Ostpreußen (GJO), der Jugendorganisation der Landsmannschaft Ostpreußen ebenso beitrat wie den Jungen Nationaldemokratien (JN), der Jugendorganisation der NPD und über diese stellvortretender Landesvorsitzender der NPD in Schleswig-Holstein sowie Kreisvorsitzender in Nds wurde und sich auch dem Bund Heimattreuer Jugend (BHJ), einer rechtsextremen Jugendorganisation anschloss, ist Werbung für die „Pennale Burschenschaft Hoffmann von Fallersleben“ aus Essen zu finden. Die Verbindung gehört dem „Allgemeinen Pennäler Ring“ an, welcher sich „zu Deutschland im Sinne einer Abstammungs- und Kulturgemeinschaft“ bekennt und den „EU-Moloch“ ablehnt, sowie für „ein Europa der Vaterländer“ eintritt. Laut des VVN-BdA stand Rüdiger Lessel aus Düsseldorf (wo er studierte) derzeit als Verantwortlicher im Impressum.

Auch wenn sich die AfD immer wieder versucht sich gut zu verkaufen, zeigt ein genauer Blick doch ein anderes Bild. Aus diesem Grund bleibt Aufklärung über die Aktivitäten der Mitglieder das wichtigste Mittel um zu verhindern, dass die AfD in unserer Region Fuß fasst.

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Holger Teuteberg

von ContRa e.V.

Heute möchten wir uns einmal mit Holger Teuteberg, dem Vorsitzenden der AfD Cloppenburg/Vechta und Berufsschullehrer der Adolf-Kolping-Schule in Lohne beschäftigen.
Dass Herr Teuteberg in der Kasseler Burschenschaft Germania war, ist nicht nur im Internet zu lesen, er hat es auch einem unserer Mitglieder im persönlichen Gespräch bestätigt. Die Kasseler Burschenschaft Germania ist u.a. dadurch Bekannt geworden, dass sie den Rudolf-Hess-Gedenkmarsch-Anmelder und rechtsextremen, mittlerweile verstorbenen, Anwalt Jürgen Rieger zu einem Vortrag einlud, gegen den daraufhin (mal wieder) auf Grund von Leugnung des Holocaust ermittelt wurde.
Zudem gibt es Dokumente aus denen hervorgeht, dass er Kontaktperson der Schülerverbindung PV! Hansea zu Göttingen war. Der Initiator der PV! Hansea zu Göttingen war nach Angaben mehrerer Quellen lange Zeit Daniel Hubert, Ex-NPD-Kreisvorsitzender und Landtagskandidat der NPD-Niedersachsen 2008.
In dem Bericht von 2007 steht zudem, dass Herr Teuteberg (zu erscheinen des Berichts) Mitglied in der NPD gewesen sein soll.

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AfD will europäische rechte Bewegung aufbauen

Andreas Kemper

Marcus Pretzell ist im Europäischen Parlament in die Fraktion ENF gewechselt. Das ist die Fraktion des Front National aus Frankreich, der FPÖ aus Österreich und der Lega Nord aus Italien. Zuvor ist Beatrix von Storch in die EFDD gewechselt, der Fraktion der rechtspopulistischen UKIP (Großbritannien) und Schwedendemokraten.

Pretzell sagte in der Begründung während des AfD-Programmparteitages in Stuttgart am 30.04.2016, dies sei Absicht. Es ginge darum, in beiden rechten Fraktionen zu sitzen, um eine große Klammer zu setzen, um eine große rechte Fraktion aufzubauen.

Aus der Rede von Pretzell:

„Und das heißt, meine Damen und Herren, dass wir die große europäische Fraktion brauchen, und das bedeutet, dass wir jetzt als AfD ein Signal an alle europäischen Parteien, die EU-kritisch sind, senden müssen und die Klammer setzen. Und Beatrix von Storch ist in die EFDD-Fraktion mit UKIP und der Fünf-Sterne-Fraktion gegangen, ich werde zur ENF wechseln, wo eine ganze Reihe anderer EU-kritischer…

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Gefahr Gauland?

stilleramendedernacht

Wenn die AfD am 30.04. ihr Programm beschließen wird, dann wird der Mief unserer Tage programmatisch. Apathisch hat man bislang die Konservativen dämmern sehen. Aber sie sind wieder aufgewacht und postulieren Ansichten, die nach verbrannten Büchern und Uniformen riechen.

Vorne mit dabei ist ein Mann, der Fotomodel für Gartenzeitungen sein könnte: Alexander Gauland – das noble Aussehen eines Postdamer Privatiers verbindet sich bei ihm mit Ansichten von 1950. Statt aber in der „Landlust“ über seinen Buchsbaum im Privatpark zu referieren, gab er der Zeit ein Interview. Man lernt einen emotionalen Mann mit seinen Sehnsüchten kennen.

Er sehnt sich nach einem stolzen Deutschland, vergleicht den Nationalstolz der Deutschen mit dem der Briten und Franzosen und lamentiert dann, Hitler hätte den Deutschen das Rückgrat gebrochen und Auschwitz hätte als Symbol viel in uns zerstört.

Ach Auschwitz, Vernichter des deutschen Nationalstolzes. Und wir alle wissen ja, wer in Deutschland den Nationalstolz vernichtete!…

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Bewerbungsrede beim AfD Landesparteitag am 26. April 2015 von Josef Dörr

Josef Dörr seine Rede erinnert an Parteitagsreden der NSDAP. Laut Dörr hätte er nur bildhaft gesprochen!

Hier Auszüge:

Liebe Parteifreundinnen, liebe Parteifreunde,

mein Name ist Josef Dörr, ich wohne in Quierschied, habe auch eine Familie, vier erwachsene Söhne. Von Beruf war ich fast 40 Jahre Schulleiter, das ist jetzt abgeschlossen, ich bin Rentner. Die politische Aussage mal vorweg: Ich stimme 100 Prozent mit dem überein, was Professor Lucke hier gesagt hat (…) Selbstverständlich machen wir auch Politik für die kleinen Leute, wir machen Politik für alle Leute, wir machen Politik für das ganze Volk. (…)

Ich bin in der guten Situation, ich kann mich voll und ganz auf die Arbeit für die AfD konzentrieren. Und das ist, liebe Freundinnen und Freunde, das werden Sie mir bestätigen, keine Ankündigung dessen, was kommen wird, sondern das ist auch eine Bilanz dessen, was in den letzten zwei Jahren geschehen ist. Denn bei all diesen Dingen, die hier vorgetragen wurden, muss ich hier das Recht haben, als Kandidat auch zu sagen, war ich ein ganz wesentlicher Faktor. Zum Beispiel wäre dieses hervorragende Ergebnis bei den Kommunalwahlen, wo wir außerordentlich gut in ganz Deutschland dastehen, ohne diese generalstabsmäßige Planung, Durchführung und eigenen Einsatz auch von mir nicht möglich gewesen. (…)

Wir sind hier heute zusammengekommen, um einen wichtigen Schritt nach vorne zu machen und eine Stufe höher zu steigen. Ein Hauch von Geschichte weht durch diesen Saal, das sage ich ohne Pathos. Hier und heute, davon bin ich überzeugt, wird saarländische AfD-Geschichte geschrieben. Und ihr werdet diese Geschichte mitgeschrieben haben. (…)

Die Saarländerinnen und Saarländer warten auf uns, sie hoffen auf uns. Zu oft ist ihnen zu viel versprochen worden, und zu oft wurden sie bitter enttäuscht. Unser schönes Saarland ist verkommen zum Bittsteller und Bettler. Wir tragen die Hoffnung unserer Landesleute, wir sind die letzte Hoffnung, und dieser Hoffnung müssen wir uns würdig erweisen.

Wo stehen wir? Wir können in allen Landkreisen und im Regionalverband mitreden. Das ist ein wichtiger Schritt, wir sind da, aber das genügt nicht. Wir wollen nicht nur mitreden, wir wollen auch mitbestimmen, ja wir wollen auch bestimmen. Wir müssen Großes tun, um groß zu werden. Um Großes tun zu können, müssen wir den Mut haben, groß zu denken. Wir werden von einer kleinen Volkspartei zur großen Volkspartei wachsen und viele Landtagsabgeordnete, Bundestagsabgeordnete, Landräte und Bürgermeister stellen. Unsere nächsten Ziele sind die Landtagswahlen 2017 und die Bundestagswahlen 2017. Auf diese Ziele müssen wir hinarbeiten. Diesen Zielen müssen wir alles unterordnen.

Unser Wahlspruch kann nicht sein, das habe ich beim letzten Parteitag gehört: Wir brauchen nichts zu machen, die Altparteien zerstören sich mit ihrer schlechten Politik selbst. Wo wir mit diesem Wahlspruch landen, haben wir vor Kurzem schmerzlich feststellen müssen: Bei den letzen Umfragen sind wir auf vier Prozent gelandet. (…)

Wenn die Leute nicht mehr die Sicherheit haben, dass wir ins Parlament einziehen, dann werden sie andere Parteien sowieso wählen. Denn die großen Parteien – große Koalition hin, große Koalition her – verstehen es immer, eine Polarisierung vorzugaukeln. Sie werden dann sagen: Gut, wir machen eine große Koalition – aber wer wird Ministerpräsidentin? Wird es die Annegret Kramp-Karrenbauer oder wird es die Rehlinger? Und schon sagen die Leute: Moment, wenn meine Stimme für die AfD sowieso im Papierkorb landet, dann kann ich doch wenigstens mitentscheiden, ob es die Rehlinger wird oder die Kramp-Karrenbauer. Aus diesem Grund sind diese vier Prozent für uns fatal, fatal, fatal. (…)

Um große Ziele zu erreichen, müssen wir auch den Gedanken verlassen, eine Partei zu sein. Das sind wir nicht! Mich hat seinerzeit eine Rede des Bundesvorsitzenden Professor Bernd Lucke sehr bewegt, in der er gesagt hat: Wir müssten eigentlich eine Bewegung sein, aber wir müssen laut rechtlichen Vorschriften eine Partei sein. Wohl war! Aber selbst eine Bewegung genügt nicht. Wir müssen eine Kultur leben, dann haben wir Erfolg. Wir müssen eine Kultur leben, um die uns die anderen beneiden, die man nachahmen möchte, die man schließlich nachahmt. (…)

Liebe Freundinnen und Freunde, ich komme zum Schluss. Wir spüren eine tiefe Glut in uns. Diese Glut ist nicht die Glut einer ohnmächtigen Wut, es ist die Glut einer mächtigen Wut. An ihr werden wir das Feuer entfachen. Die Missstände in unserem Land sind der Wind, der diese Glut entfacht. Eine Flamme kommt zur anderen Flamme. Die Flammen wachsen zu einem Flammenmeer und schließlich zu einem Feuersturm. Dieser Feuersturm wird alles hinwegfegen und vernichten, was schlecht ist: Filz und Korruption, aber auch (____), Ängstlichkeit, Verzagtheit und Mutlosigkeit.

Ich will das jetzt abkürzen und sage noch: Mut im Saarland, Mut in Deutschland. So wahr uns Gott helfe, Glückauf!

Quellen: Saarbrücker Zeitung

Entwurf des AfD-Grundsatzprogramms

Andreas Kemper

Der Entwurf für das  AfD-Grundsatzprogramm ist gestern bekannt geworden.

Hier einige Punkte aus dem Entwurf:

  • Arbeitgeberanteil bei Arbeiten im Rentenalter streichen,
  • späteres Renteneinstiegsalter,
  • Arbeitgeberanteil bei ALG 1 streichen,
  • ALG 1 privatisieren,
  • gesetzliche Unfallversicherung abschaffen,
  • Gewerbe- und Erbschaftssteuer abschaffen,
  • Banken- und Steuergeheimnis wieder einführen,
  • Rettungsprogramme für überschuldete Kommunen und Länder verbieten,
  • keine Finanzierung Alleinerziehender,
  • Schuldprinzip bei Ehescheidungen wieder einführen,
  • Gesetzesverschärfung zum Schwangerschaftsabbruch,
  • traditionelle Geschlechterrollen bewahren,
  • Gender-Forschung abschaffen,
  • Anti-Diskriminierungsgesetz und Diversity-Programme abschaffen,
  • Privatisierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks,
  • „sicherheitspolitischer Befreiungsschlag“:“Systemwechsel hin zu“ „Ausländerbehörden, Polizei und Strafverfolgung“,
  • Strafmündigkeitsalter auf zwölf Jahre senken,
  • Dienstpflicht für Frauen/ Wehrpflicht für Männer,
  • keine „verengte“ „Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus“,
  • Grundrecht auf Asyl abschaffen,
  • jüdische und islamische Praktiken einschränken (Jungenbeschneidung, Schächtung),
  • „der Islam gehört nicht zu Deutschland“,
  • AKW-Laufzeitverlängerung
  • Schluss mit der Klimaschutzpolitik
  • Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abschaffen

Hier der Link: Grundsatzprogrammentwurf

Da von vielen AfD-nahen Personen die Echtheit angezweifelt wurde, hier zudem der Link zur Seite des Landesverbandes Bayern: Grundsatzprogrammentwurf

Kommentar

Ein…

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