Ein ganz normaler Tag in der JA

Morddrohungen, Terroranrufe, Fälschung von Facebook-Einträgen, Rufmord – oder ein ganz normaler Tag in der Jungen Alternative für Deutschland

Ursprünglich veröffentlicht auf Indymedia, von: Recherchegruppe Argos am: 25.05.2015 – 05:30
Anmerkung der AfDWatch Redaktion: Inhalt wurde angepasst, aber nicht im Sinn verändert. Dies wurde markiert mit °

Wir, von der Recherchegruppe Argos, möchten hier eine kurze Auflistung der Methoden, mitsamt Vorkommnissen, offenbaren, mit denen einige führende oder ehemals führende Vertreter der Jungen Alternative für Deutschland arbeiteten bzw. immer noch arbeiten.
All die hier aufgezählten Vorfälle entsprechen der Wahrheit und können durch Mitglieder der Jungen Alternative für Deutschland und die hier genannten Opfer bezeugt bzw. bestätigt werden.

Drohanrufe und Morddrohungen

Der Fall Sebastian Brinkmann (ehemaliger Beisitzer im Bundesvorstand der JA): War das Opfer gezielter Diffamierungen und Beleidigungen in der JA Facebook-Gruppe. Nachdem er und seine Hochschwangere Frau Drohanrufe, sowie eine Morddrohung erhielt, trat dieser aus Angst um seine Familie zurück und kehrte der Jungen Alternative für Deutschland den Rücken. Auslöser dieses Terrors war die sogenannte ICE-Affäre, in der Sebastian Brinkmann, Hagen Weiß, Philipp Meyer u. Alexander Walch sich mit führenden Vertretern der AfD (darunter Lucke und Kölmel) trafen und sich über eine Neugründung einer Jugendorganisation der AfD unterhielten, da die Junge Alternative für Deutschland mehr und mehr in ein Becken für rechtsextreme Positionen zu verkommen schien. Täter der Drohanrufe und der Morddrohung konnten bisher nicht ermittelt werden, nach einschlägiger Ansicht des „gemäßigten“ Lagers wird das (freundlich formuliert) „nationalkonservative Lager“ um Markus Frohnmaier (Landesvorsitzender BW) vermutet.

Der Fall Hagen Weiß (ehemaliger stellv. Bundesvorsitzender der JA): War ebenfalls Opfer von Hetzkampagnen, Diffamierungen, Drohanrufen und einer Morddrohung. Trat von seinem Posten als stellv. Bundesvorsitzender zurück, da neben ihm auch seine Frau Opfer von Anfeindungen wurde. Ist mittlerweile ebenfalls aus der JA ausgetreten. Grund war ebenfalls die Teilnahme an der ICE-Affäre, in der über eine Neugründung einer Jugendorganisation ohne rechtsextreme Einflüsse und Haltungen verhandelt werden sollte. Auch hier werden die Drahtzieher aus dem Frohnmaier-Lager vermutet.

Der Fall Philipp Meyer (noch Bundesvorsitzender der JA): Wurde seit seiner Wahl systematisch angefeindet und diffamiert (geheime Facebookgruppe der Jungen Alternative für Deutschland). Federführend war hier im Hintergrund Krzysztof Walczak (stellv. Bundesvorsitzender der JA), der zum Frohnmaier-Lager zählt, tätig. Meyer vertritt nach außen eine liberal-konservative Politik, die im Frohmaier-Lager auf klare Ablehnung stößt. Wurde als Bundesvorsitzender des Amtes enthoben, Initiator war hier oben genannter Krzysztof Walczak. Nach den uns zugespielten Informationen wird Meyer die JA ebenfalls (auf Grund überhandnehmender rechtsextremer Tendenzen, sowie nicht vorhandenem Rückhalts) verlassen.

Rufmord und Fälschung von Screenshots Facebook-Einträgen

Der Fall Marvin Blatz (ehemaliger Beisitzer im Bundesvorstand der JA): Eine wohl der brisantesten Geschichten der Jungen Alternative für Deutschland, mit mittlerweile überraschend neuen Erkenntnissen. Marvin Blatz wurde Anfang Februar 2015 Opfer einer Rufmord-Kampagne, die suggerieren sollte er wäre Mitglied der NPD gewesen. Dazu wurde ein Google-Screenshot gefälscht, der Blatz mit klar erkenntlicher NPD-Symbolik zeigte. Des Weiteren wurden Facebook-Screenshots so manipuliert, dass Blatz sich vermeintlich auf der NPD-Facebook-Seite volksverhetzend, beleidigend und rassistisch gegenüber Ausländern, Migranten und Flüchtlingen geäußert hatte.

Fälschung um Marvin Blatz zu diffamieren

Fälschung um Marvin Blatz zu diffamieren

Wir° berichtete hier über diesen Fall (wurde wieder gelöscht, weil es auf gefälschten Beweisen beruhte°). Auch hier konnten bislang keine Anhaltspunkte über die Täter der Rufmordkampagne gesammelt werden, allerdings vermuteten auch hier die Anhänger des gemäßigten Lagers in der JA eine Beteiligung der Anhänger um Markus Frohnmaier. Marvin Blatz trat nach anfänglicher Rückendeckung durch den Bundesverband Mitte März zurück, da die Arbeit im Bundesvorstand und vor allem mit den Anhängern des Frohmaier-Lagers unmöglich wurde. Die Rufmordkampagne, die eine ehemalige Mitgliedschaft in der NPD, sowie rassistisches und fremdenfeindliches Gedankengut aufzeigen sollte, war ebenfalls Grund seines Rücktrittes.
Doch in den vergangenen Tagen wurden uns zwei E-Mails zugesandt, die von einer anonymen Quelle stammt, die die Täter benennen kann, die anscheinend hinter Blatz’s Rufmord-Kampagne steckten. 12413

Explizit werden hier die Namen Krzysztof Walczak, Moritz Brodbeck (stellv. Landesvorsitzender der JA BW) und Lars Steinke (Beisitzer im Landesvorstand der JA Niedersachsen) genannt, die unmittelbar involviert gewesen sein sollen Marvin Blatz mundtot zu machen (Nach unseren Informationen stand Blatz hinter dem liberal-konservativen Kurs von Philipp Meyer und hatte sich nicht von Krzysztof Walczaks Drohungen beirren lassen).

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Aus den beiden E-Mails geht hervor, dass genannte anonyme Quelle ein Telefongespräch am Wahlabend der Hamburger Bürgerschaftswahl mithörte (einige Zeit davor, kochte die Rufmordkampagne um Marvin Blatz hoch), in dem der stellv. Bundesvorsitzende Krzysztof Walczak ein Gespräch mit Lars Steinke führte aus dem hervorging, dass der Fälscher der Screenshots Moritz Brodbeck ist, da dieser der Mann in der JA für „spezielle Aufgaben“ sei (genaueres aus den Texten der E-Mail1* und E-Mail2* zu entnehmen). Sollten diese E-Mails der Richtigkeit entsprechen (wovon wir ausgehen), dann waren die drei genannten Personen die Drahtzieher dieser Rufmordkampagne. Walczak wohl als Kopf hinter dem Komplott, Brodbeck als ausführende Gewalt und Steinke als Mitwisser bzw. möglicherweise ebenfalls als Hauptakteur. In wie weit möglicherweise Walczak, Brodbeck und Steinke in die anderen Vorfälle (Brinkmann, Weiß und Meyer (Diffamierungen, Intrigen, Drohanrufe und Morddrohungen)) involviert sind (bis auf Walczak bei Meyer), ist bisher nicht geklärt.
Führt man sich die aufgelisteten Punkte zu Gemüte, so kommt man zu einem erschreckenden Fazit: Drohanrufe, Morddrohungen, Rufmord und Screenshot-Fälschungen scheinen eher die Regel als die Ausnahme in der Jungen Alternative für Deutschland zu sein. Die Personen um und mit Markus Frohnmaier (Walczak, Brodbeck und Steinke) scheinen dabei einer ganz besonderen Rolle zuteil zu werden, nämlich als Mithelfer menschenverachtender Rufmordkampagnen, die unliebsame Stimmen ausschalten sollen.
*Anmerkung, die Emails wurden in Word kopiert und ausgeschnitten, sowie der Empfänger zensiert

Personelle Hintergründe

Markus FrohnmaierMarkus Frohnmaier (Landesvorsitzender der JA BW, Kreisvorsitzender des KV Sigmaringen, auch eher unauffällig im Internet, durchschnittliche Facebook-Aktivität): Bislang Aushängeschild des nationalkonservativen Flügels in der JA, Vertreter der „Neuen Rechten“ mit Kontakten ins rechtsextreme Milieu, Auftritte bei ausländischen Organisationen mit klarer rechtsradikaler Ausrichtung, Student der Rechtswissenschaften in Tübingen, Anführer der andere die schmutzigen Jobs machen lässt (siehe Brodbeck und Steinke)
https://de-de.facebook.com/frohnmaier
Eigentümlich frei
https://www.youtube.com/watch?v=v07aIPpvznc

Krzysztof WalczakKrzysztof Walczak (stellv. Bundesvorsitzender der JA, Vorsitzender der JA Hamburg, im Internet bislang nahezu unbekannt, nur geringfügige Facebook-Aktivitäten): Student der Rechtswissenschaften (Bucerius Law School), 1er Abiturient mit Auszeichnung, wohl der Stratege hinter den Kulissen des Frohnmaier-Lagers
https://www.facebook.com/walczak.afd

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Moritz BrodbeckMoritz Brodbeck (stellv. Landesvorsitzender BW, stellv. Kreisvorsitzender des KV Sigmaringen, im Internet nahezu unbekannt,): Kettenhund Frohnmaiers, der in dessen Schatten steht, Verbindungen zu freien Kameradschaften und zur rechtsradikalen Szene, Student der Politik- und Medienwissenschaften
Südkurier

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10998048_341838549338984_1440436187634442033_nLars Steinke (Beisitzer des Landesvorstandes der JA Niedersachsen, Name im Internet einschlägig bekannt): Nach unseren Informationen ein Bindeglied der Jungen Alternative für Deutschland und der „Neuen Rechten“, Kontakte ins rechtsextreme Milieu und der freien Kameradschaften, Student an der Universität Göttingen, Mitglied der Burschenschaft Hannovera Göttingen, die ebenfalls Kontakte ins rechtsextreme Milieu hegt und immer noch pflegt (siehe bspw. Michael Jelinek https://linksunten.indymedia.org/de/node/67555), ehemaliger stellv. Kreisvorsitzende der AfD Göttingen, Rücktritt nach bekanntwerden nationalistischer und rechtsradikaler Positionierungen, sowie Facebook-Interessen – Die Zeit
http://www.taz.de/!121788/
http://monstersofgoe.de/2013/06/26/afd-gottingen-junge-freiheit/
Göttinger Tageblatt (Artikel nicht vorhanden)

Lizenz des Artikels und aller eingebetteten Medien:
Public Domain: Weiternutzung ohne Einschränkung. Gemeinfrei im Sinne der Public Domain

Nachtrag vom Watch Team: °

Zu Markus Frohnmaier:

In Serbien fand ne Veranstaltung mit AfD statt: „Novi lideri Nove Evrope“ – Neue Anführer für Europa! AfD entsendete zu diesem rechtsextremen Treffen Markus Frohnmaier, ein Landtagskandidat aus BW! Er gab dort an, dass er Herrn Lucke vertrete. Somit ist dies mit dem Wissen vom Lucke geschehen! Dies allerdings hat er auf Twitter dementiert, und meinte er vertrat die Junge Alternative, was aber gelogen war! Die Lüge wird im Video enttarnt, wo man eine Sicht auf den Vorstellungsmonitor bekommt. Hier Presscentar wird berichtet.  Im Video ab der 10ten Minute in Deutsch unser AfDler.

Schaut euch mal die Leute an, welche mit dabei sind! Serbische, französische, russische und belgische Rechte waren vetreten! Ich fand da UMP, Jedinaja Rossija, Drittes Serbien und andere sogar militante Nazigruppen.

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FC-Fans locken AfD-Chef Lucke aus der Reserve

logoUrsprünglich veröffentlicht auf Guns and Burgers:

Dort gepostet am 21. April 2015 um 07:00   /   von Steffen Büttgenbach

 

Es war eine mehr als ungewöhnliche Aktion von Kölner Fans. Auf dem Rückweg im ICE vom Auswärtsspiel in Berlin trafen die FC-Anhänger auf AfD-Chef Bernd Lucke. Sie forderten ihn verbal mit den Worten “Wir wollen keine Nazis hier” dazu auf, den Zug zu verlassen. Dass Bernd Lucke selbstverständlich kein Nazi ist, dürfte jedem klar sein. Er hat allerdings ganz offensichtlich eine rechte politische Gesinnung, denn er betreibt mit seiner AfD eine Politik, die Europa in zwei Lager spaltet. Seine Partei flirtet ganz offen mit der Pegida-Bewegung und äußert sich kritisch wie keine andere über Flüchtlinge. Mit den Anschuldigungen konfrontiert entgegnete Lucke, er sei privat unterwegs.

Dieses Verhalten ist mehr als scheinheilig, denn von einem Berufspolitiker seines Ranges muss man eine gewisse Öffentlichkeit verlangen dürfen, schließlich hat man ihn in einem ICE in Deutschland angetroffen und nicht etwa beim Strandurlaub in Spanien. Für seine Politik wurde er in das Europäische Parlament gewählt und erhält dafür fleißig Abgeordnetenbezüge. Nicht zu vergessen: Auch für seine polarisierenden Talkshow-Auftritte kassiert er fette Gagen. Man darf von einem Politiker verlangen, dass er persönlich integer ist, das heißt, dass er für seine Positionen einsteht, und zwar unabhängig davon, ob er gerade in der Bahn oder in einer Talkshow sitzt. Selbstverständlich muss er sich nicht auf das Niveau herablassen, ernsthaft mit Menschen zu diskutieren, die ihn als Nazi bezeichnen, denn es dürfte klar sein, dass daraus keine sachliche Diskussion entstehen würde. Allerdings hätte genau dies seine Reaktion sein müssen und nicht etwa die Entgegnung, er sei privat unterwegs.

Der AfD-Chef hat durch seine Reaktion in dieser Situation offenkundig werden lassen, dass es für ihn einen Unterschied zwischen dem Berufspolitiker Lucke und der Privatperson Lucke gibt. Dadurch drängt sich der Eindruck auf, dass er als Politiker nur eine Rolle spielt und als Privatperson eigentlich ganz anders denkt, ganz so als hätte er den FC-Fans sagen wollen, er sei privat gar kein Rechter, sondern nur in seiner politischen Rolle. Von einem Politiker seines Ranges darf man aber erwarten, dass sein Denken und sein Handeln übereinstimmen. Die FC-Fans haben mit ihrer Aktion zeigen können, dass es bei Lucke eben nicht so ist und haben ihn dadurch auf eine amüsante Art und Weise demaskiert. Die wundervolle Ironie an der ganzen Geschichte ist, dass Lucke Hilfe bei einem Schaffner mit Migrationshintergrund suchte, genau die Gruppe, die er gerne attackiert und die ihm alles andere als gewogen ist.

Die ganze Sache hatte aber noch einen zweiten schönen Effekt. Die engagierten Fans des 1. FC Köln haben der Öffentlichkeit gezeigt, dass sich auch Fußballfans für das politisch Richtige einsetzen können. Bisher wurden Fans meist rein als gröhlende, biertrinkende und entweder unpolitische oder extremistische Raufbolde beschrieben, Insbesondere das Image der Kölner Fans hat aufgrund der jüngsten Vorkommnisse und der entsprechenden Sanktionen sehr stark gelitten. Umso erfreulicher ist es, dass ein positives Gegenbeispiel publik wurde. Köln ist die Hauptstadt des bunten Rheinlands und Deutschlands Karnevalhochburg. Deshalb hat das Thema der Toleranz gerade in Köln einen hohen Stellenwert und Kampagnen gegen rechte Gewalt wie zum Beispiel “Arsch huh, Zäng ussenander” haben dort großen Erfolg. Es ist schön, dass erstmals auch Kölner Fußballfans aktiv Courage gegen Rechts gezeigt haben. Auch wenn die Aktion, insbesondere die Bezeichnung Luckes als Nazi, etwas über ihr Ziel hinausschoss, so war sie ein starkes Beispiel für ein Engagement gegen Rechts, dem hoffentlich viele andere Menschen folgen werden. Bernd Lucke sollte möglichst von jedem einzelnen persönlich erfahren, dass für seine Politik, die mit Ausländerfeindlichkeit kokettiert, kein Platz in Deutschland ist!

BILD gegen Henkel im AfD-Streit

Andreas Kemper

Seit es die Alternative für Deutschland gibt, positioniert sich die BILD gegen diese Partei. Das ist auf den ersten Blick erstaunlich, da BILD wie keine andere Zeitung Thilo Sarrazin aufgebaut hatte und zwischen AfD und Sarrazin kaum inhaltliche Differenzen bestehen. Seit einer Woche bekämpft allerdings die BILD nicht einfach nur die AfD, sondern positioniert sich im AfD-Streit zwischen der nationalkonservativen Fünferbande Adam-Gauland-Petry-Pretzell-von Storch auf der einen Seite und den neoliberalen EU-Parlamentariern Henkel-Starbatty-Lucke-Trebesius-Kölmel auf der anderen Seite zugunsten der Nationalkonservativen.

Nachdem die BILD mit zwei nationalkonservativen AfDlerInnen Interviews zum aktuellen Konflikt führte (26.3. Frauke Petry: AFD-Führungsstreit. Partei-Chefin geht auf Bernd Lucke los! und 29.3. Alexander Gauland: Führungsstreit. AfD-Vize wirft Parteichef Lucke Alleinherrschaft vor), meldete sich Henkel zu Wort und kritisierte das „Geplappere“ mit der BILD: „Hören Sie endlich damit auf, sich durch Ihr ständiges Geplappere mit WELT, BamS und BILD zu Lasten von Bernd Lucke zu profilieren und damit der…

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AfD-Chef Lucke hält immer noch die schützende Hand über den offen rassistisch agierenden AfD-Landesvorsitzenden in Thüringen

In der SWR-Dokumentation „Die Eurokritiker“ (SWR-Mediathek www.swr.de/leiftrifft) wird am Beispiel des amtierenden Thüringer AfD-Vorsitzenden Matthias Wohlfahrt belegt, dass die offiziell verkündete „Säuberungspolitik“ der AfD in der Praxis von der Parteispitze nicht umgesetzt wird.

Nachdem der AfD-Landesvorsitzende Mitte März in einem Radio-Interview (nachzuhören auf: dradio Kultur 13.3.2014*) Verständnis für rassistisch motivierte Schläger gezeigt hatte, reagierte Parteisprecher Lucke direkt mit einer internen, nicht veröffentlichten, Mail an seine beiden Sprecherkollegen.

In der bislang unveröffentlichten Lucke-Mail vom 15.3.2014, heißt es wörtlich zu diesem typischen Vorgang:

„Lieber Herr Gauland, liebe Frauke,

können Sie sich das bitte mal anhören? Hat Wohlfahrt das wirklich so gesagt? Insbesondere die erste Äußerung können wir nicht ohne Reaktion hinnehmen.

Viele Grüße – sehr in Eile-         
Bernd Lucke“

 

Mit Rücksicht auf die anstehenden Europawahlen und nach der öffentlich stark beachteten Säuberungsaktion Anfang 2013 im hessischen Landesverband der AfD, schweigt die AfD zu dem Spitzenfunktionär, der öffentlich Verständnis zeigt für rassistische Gewalttäter.

Obgleich der Thüringer Landesverband u.a. auf Grund dieser Position tief gespalten ist, stützt Lucke den umstrittenen AfD-Funktionär nach wie vor. Warum? Wohlfahrt betreibt in Thüringen eine Art „Missionshaus“ und ist in eigentümlicher Form christlich-fundamentalistisch geprägt. Damit steht er und Lucke, der für christlich-(freikirchliche) Positionen große Sympathien hegt, persönlich sehr nahe.

Auch das entspricht offenbar dem „gesunden Menschenverstand“, den die AfD für sich reklamiert.

 

*Bezug: Äußerungen von Matthias Wohlfahrt, Sprecher AfD Thüringen im DRadio Kultur 13.3.2014: „Wenn ich das sehe, dass ein Afrikaner an der Bushaltestelle von irgendwelchen Rechten zusammengeschlagen worden ist, sehe ich aber auch den Hintergrund. …“ (vgl. www.dradio.de)

„Die Auflösung Deutschlands wird jetzt beendet.“ Höcke-Putsch? JA marschiert?

Andreas Kemper

Angela Merkel hatte in ihrer Neujahresansprache vor der Pegida-Bewegung gewarnt.

Diese Kritik rief die AfD auf den Plan. Wie zuvor Gauland kritisierte auch Lucke die sogenannten „Altparteien“ für deren Kritk an Pegida. In AfD-Kreisen ist die Pegida-Bewegung sehr beliebt. 71 Prozent der AfD-Wähler*innen halten die Pegida-Demonstrationen für gerechtfertigt. Da es aktuell einen harten Machtkampf im Vorstand der AfD gibt, müssen sich die AfD-Vorständler*innen natürlich in ihrer Empörung über Merkel überbieten.

Und auch Björn Höcke, der Landeschef der AfD Thüringen, ließ sich nicht lumpen. Vor wenigen Tagen hatte er in einem Interview mit der Zeitschrift der Neuen Rechten, Sezession, angemahnt, die Pegida-Bewegung dürfe sich nicht pauschal für „sexuelle Selbstbestimmung“ aussprechen, außerdem müsse sie berücksichtigen, dass das Abendland neben christlich-jüdischen auch antike und germanische Wurzeln habe.

Nun legte er noch einmal nach:

Die Deutschen seien ein „gutes und barmherziges Volk“, ließ er sich auf der Website der AfD Thüringen zitieren, die Pegida-Bewegung…

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Fritz Schmude

SchmudeFritz Schmude sitzt zurzeit für die AfD im Münchener Stadtrat. Schmude war nach eigener Auskunft bis März 2014 Mitglied der Bürgerbewegung Pax Europa. Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes der islamfeindlichen Bürgerbewegung war der Chef der kulturrassistischen Partei „Die Freiheit“, Michael Stürzenberger.  Pax Europa wird vom bayerischen Verfassungsschutz ebenso als „islamfeindlich“ eingestuft , wie „Die Freiheit“. Im Verfassungsschutzbericht heißt es, Pax Europa ziele darauf ab, „wegen angeblicher Gefahren durch den Islam die Religionsfreiheit und die im Grundgesetz verankerte staatliche Neutralität und Toleranz gegenüber Muslimen und islamischen Religionsgemeinschaften abzuschaffen“. Schmude springt auch als AfD-Stadtrat noch für Stürzenberger in die Bresche: es sei mittlerweile kein demokratischer Umgang mehr mit einer abweichenden Meinung, äußert sich Schmude zugunsten seines politischen Konkurrenten.

gemäßigte muslimeSchmude hetzt auf seiner Homepage gegen „linke Weltanschauung“ und gegen den Islam. So schreibt er z.B., der Islam sei „der stärkste Schläger im Lager der Feinde der Gedankenfreiheit“ oder hätte „eine besonders wirkungsvolle Komponente, nämlich die Gewalttätigkeit“. Auch als Reporter ihn nochmals telefonisch befragten, sah er keinen Anlass, die Betrachtung der islamischen Religion vom sozialen und politischen Phänomen des Islamismus‘ zu trenen, denn der Islam sei „nicht nur Religion, sondern auch Ideologie“. Schmude verbreitet die Ansicht, dass jeder Muslim indirekt Unterstützer von islamischen Terroristen sei. Auf seiner Homepage schreibt er, es werde „in Moscheen, ‚Kulturvereinen‘ und Internet-Foren landauf-landab gegen den Westen – und natürlich gegen die Juden – gehetzt“ und es würden „für den weltweiten Dschihad Geld gesammelt und Kämpfer rekrutiert“. Seine Facebook-Seite liest sich ähnlich. Auch schreibt Schmude für das rechte Gesinnungsblatt „eigentümlich frei“.

Zu einem geplanten Zentrum für Islam in Europa in München machte Schmude deutlich, dass die AfD eine städtische Förderung des Projektes ablehne. „Das gilt auch für Sachleistungen“, erklärte Schmude, daher würde die AfD auch gegen den Verkauf eines günstigen städtischen Grundstücks stimmen.

afd stadtrat und ex bpe mitglied fritz schmude bei pegida

Fritz Schmude bei der „Muegida“

Zurzeit ist Schmude aktiv für den münchener Pegida-Ableger „Muegida“ und nahm daran mit „Pro Bayern“-Vorstand Stefan Werner und „Freiheit“-Aktivist_innen teil.

AfD-Chef Bernd Lucke ist Schmude noch nicht islamfeindlich genug, Schmude sagt über ihn, er sei beim Thema Islam ein „Leisetreter“. Doch trotz seiner Kritik sieht Schmude die AfD als seine politische Heimat. Der bayerische AfD-Landeschef André Wächter bestätigt, dass Schmude zur AfD passt, indem er behauptet, man dürfe Schmude nicht als islamfeindlich bezeichnen.

Quellen:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchner-afd-stadtrat-querverbindung-zu-freiheit-1.1940684
https://www.facebook.com/fcknzs.muc/posts/424967877667187

AfD & das Gold

Ursprünglich wollte AfD Viagra verkaufen, alte Glühbirnen verkaufen sie ja noch.

ggold

Die Alternative für Deutschland (AfD) handelt mit Gold – und verbucht damit Erfolge: In nur elf Werktagen hat die eurokritische Partei Münzen und Goldbarren im Wert von 1,6 Millionen Euro verkauft, wie der „Spiegel“ berichtet. Rund 800 Kunden hätten über den Online-Shop bereits 1,3 Millionen Euro auf das AfD-Konto überwiesen. Das Geschäftsmodell ist allerdings umstritten. Nach Angaben des Blattes prüft die Bundestagsverwaltung derzeit dessen Rechtmäßigkeit, auch Experten des Arbeitskreises Parteienfinanzierung seien mit eingebunden. Auch in der Parteispitze hatte das Geschäft mit dem Gold von Anfang an nicht nur Freunde. In der Diskussion sollen auch andere Finanzierungsmodelle gewesen sein – zum Beispiel der Handel mit Viagra. Doch das sei der Partei dann doch zu heikel gewesen, schreibt der „Spiegel“. „Davon haben wir Abstand genommen“, sagte Parteisprecher Christian Lüth dem Magazin. Die AfD sieht sich gegenüber den etablierten Parteien benachteiligt. Die Partei will mit dem Verkauf von Goldbarren und -münzen ihre Finanzen sanieren. Mindestens zwei Millionen Euro sollen eingenommen werden – nur dann würde sie nicht nur drei Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen für 2014 erhalten, sondern die ihr maximal zustehende Summe von fünf Millionen Euro.

Genau hier sieht man, wie AfD zu einer Partei wird, wogegen die eigne Basis über andere Parteien meckert. Genau hier sieht man, dass so das Volk für die AfD zahlen soll, weil dadurch 2 Millionen Euro mehr Parteienfinanzierung in die AfD fließen werden. Als Beispiel die Piraten, welche so etwas nicht in Erwägung zogen. Man sieht bei der AfD eben nur raffgierige Egoisten, welche käuflich sind und welche genauso schlimm sind, wie es die AfD Basis von den anderen Parteien behaupten.

Natürlich gefällt dem Bundestag so ein Gebaren nicht. Lämmert will das PartG soweit ändern, dass ein solcher Mißbrauch nicht möglich ist. Hinzu kommt, dass Lucke bei Plasberg noch für sich Werbung machen wollte, und dies mit einer Lüge! Er behauptete der Shop wäre besonders günstig. „Wir verkaufen günstiger als die Banken“, behauptete der AfD-Chef.

Nehmen wir eine klassische Goldmünze, eine Zehntel Unze Krügerrand. Bei der AfD kostet die derzeit 113,30 Euro zuzüglich Versandkosten. Beim Frankfurter Online-Händler CoinInvest sind es nur 110,87 Euro. Mit 109,70 Euro beziehungsweise 109,50 Euro sind sowohl der Online-Shop von Degussa als auch der Münchener Anbieter pro aurum noch günstiger. Ähnlich sieht es bei den Barren aus. Auch diese hat die AfD in ihrem Angebot. Der ein Gramm schwere Goldbarren kostet dort 39,90 Euro. Zwischen einzelnen Herstellern wie Heraeus oder The Perth Mint wird nicht unterschieden. Erneut bieten alle drei Vergleichsshops günstigere Angebote, der günstigste, ein Gramm schwere Barren findet sich bei CoinInvest für 38,48 Euro. Ein 100 Gramm Goldbarren kostete am Dienstagnachmittag bei der AfD 3303,90 Euro. Die Deutsche Bank hat ihn bereits für 3163 Euro im Angebot, bei der Commerzbank werden 3167 Euro fällig. Kleinere Stückelungen bewegen sich in einem ähnlichen Preissegment: 5-Gramm-Barren kosteten am Dienstag bei der AfD 172,73 Euro, zuzüglich 9,90 Euro Versand. Bei der Commerzbank waren es 172,50 Euro, bei der Deutschen Bank mit 176,50 Euro geringfügig mehr. Die Krügerrand-Münze für 1044 Euro – neun Stück bietet die AfD derzeit auf ihrer Seite (www.afd-gold.de) an. 42 Euro teurer, als das größte bankenunabhängige Edelmetallhandelshaus in Deutschland, Pro Aurum. Pro-Aurum-Gründer Robert Hartmann sagte: „Ich finde befremdlich, dass jetzt schon politische Parteien mit Goldverkauf Geld verdienen wollen. Um das seriös zu betreiben, müssen sie weltweit einkaufen, sie brauchen Risiko-Management, Liquidität für Bestände, Tresore für die Lagerung und eine Waren-Versicherung. So etwas macht man nicht einfach nebenher.“

Tatsächlich hat die AfD offenbar auch Wochen nach dem Start des Gold-Verkaufs nicht geschafft, alle Bestellungen auszuliefern. Die Seite war tagelang lahmgelegt. „Aufgrund der hohen Nachfrage arbeiten wir derzeit mit Hochdruck an den Bestellaufträgen der letzten Tage“, schreibt die AfD auf ihrer Gold-Seite. Die Seite war vergangene Woche Ziel eines Hacker-Angriffs. Unter anderem waren die Kundendaten und Bestellungen ins Internet gelangt. Allerdings ist der Leak gelöscht wurden auf Pastebin. Allerdings haben mehrere tausend Nutzer diesen Leak heruntergeladen.

Quellen:
http://www.alternativefuer.de/afd-goldshop/
https://www.afd-gold.de
http://www.die-partei.de/2014/12/08/kauf-kein-scheiss-gold-bei-der-afd-kauf-geld-bei-uns/
http://www.n-tv.de/politik/AfD-verkauft-Gold-statt-Viagra-article13886796.html
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-11/afd-goldhandel-lammert-parteiengesetz-finanzierung
http://www.stern.de/politik/deutschland/afd-gold-shop-erste-muenzen-bereits-ausverkauft-2144486.html
http://www.welt.de/politik/deutschland/article134582183/Lammert-will-die-Goldmine-der-AfD-stilllegen.html
http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2014/pm_141121/341758
http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/gold-und-gluehbirnen-im-angebot–95859380.html
http://www.manager-magazin.de/finanzen/alternativegeldanlage/afd-chef-bernd-lucke-unpassende-gold-werbung-in-der-ard-a-999714.html
http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/afd-chef-macht-werbung-fuer-shop-das-afd-gold-ist-teurer-als-lucke-es-anpreist/10900262.html
http://www.tagesspiegel.de/politik/umstrittener-handel-mit-gold-wie-die-afd-das-parteiengesetz-fuer-sich-nutzt/10926800.html
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/afd-chef-bernd-lucke-und-sein-goldmaerchen-13234839.html
http://www.bild.de/politik/inland/alternative-fuer-deutschland/gold-trick-so-versucht-die-partei-ihre-finanzen-aufzumoebeln-38330534.bild.html
http://www.goldreporter.de/so-teuer-ist-das-afd-gold-wirklich/gold/45957/
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-und-das-gold-alternative-fuer-deutschland-scheffelt-millionen-a-1000549.html
http://www.gold.de/artikel,901,Hackerangriff-Goldshop-AfD.html
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hacker-angriff-auf-afd-e-mails-und-goldshop-daten-geklaut-a-998463.html

Bernd Lucke

2465206_webBernd Lucke (* 19. August 1962 in Berlin) ist ein deutscher Politiker (AfD) und Ökonom. Er war maßgeblich an der Gründung der AfD beteiligt, innerhalb der er einer von drei gewählten Parteisprechern ist, die gemeinsam die Parteivorstandsspitze bilden. Er ist beurlaubter Professor für Makroökonomie an der Universität Hamburg und seit 2014 Abgeordneter im Europäischen Parlament. Lucke ist verheiratet und hat mit seiner Frau fünf Kinder. Die Familie lebt in Winsen (Luhe) bei Hamburg. Lucke ist Mitglied der Evangelisch-reformierten Kirche in Hamburg. Gegen den ökonomiekritischen Bekenntnistext, den der Reformierte Weltbund 2004 auf seiner Generalversammlung in Accra (Ghana) verabschiedete, wendete sich der Ökonom Lucke mit deutlichen Worten. In seiner Kirchengemeinde leitete er jahrelang den Kindergottesdienst. Lucke besitzt nach eigenen Aussagen kein Auto und keinen Fernseher. Lucke war mit Michael Funke und Thomas Straubhaar einer der drei Hauptinitiatoren des kurz vor der Bundestagswahl 2005 von 243 Wirtschaftswissenschaftlern unterzeichneten Hamburger Appells für wirtschaftliche Reformen in Deutschland. Darin wurde die Senkung der Arbeitskosten als Schlüssel zur Überwindung der deutschen Wachstumsschwäche bezeichnet und ein Wechsel der Sozialpolitik von Lohnersatzleistungen zu Lohnzuschüssen gefordert. Finanzpolitische Eingriffe zur Erhöhung der Nachfrage wurden als Störung der Struktur der Gesamtnachfrage abgelehnt. Kritisiert wurde der Aufruf von eher gewerkschaftsnahen Ökonomen wie Gustav Horn. Lucke trat mit 14 Jahren der Jungen Union bei, weil die Entspannungspolitik Willy Brandts seiner Meinung zufolge die Lebensumstände seiner Verwandten in der DDR nicht merklich verbesserte. Lucke blieb 33 Jahre Mitglied der CDU, bevor er diese im Dezember 2011 verließ, weil er deren Euro-Rettungspolitik für verfehlt hält. Daraufhin forcierte er eine Parteineugründung und initiierte zusammen mit Alexander Gauland, Konrad Adam und Gerd Robanus die eurokritische Wahlalternative 2013. Am 14. April 2013 wurde auf dieser Basis in Berlin die neue politische Partei Alternative für Deutschland (AfD) mit Lucke als einem von drei gewählten Sprechern gegründet. Auf der Gründungsveranstaltung der AfD sagte Lucke, die Einführung des Euro sei ein „historischer Fehler gewesen“. Seit dem 1. Juli 2014 ist Lucke Mitglied des Europäischen Parlaments. Dort gehört er dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) an und ist Stellvertreter im Entwicklungsausschuss (DEVE). Darüber hinaus ist er Mitglied der Delegation im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss EU-Türkei. Seine Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden von ECON scheiterte. Er kündigte an, sein Mandat im Europaparlament aufzugeben, wenn er bei der Bundestagswahl 2017 in den Bundestag gewählt werden sollte.

Lucke seine Reputation: Laut Rüdiger Bachmann, Professor an der US-Eliteuniversität Notre Dame, ist Lucke ein solider Ökonom, der seine Daten und seine Methoden sehr gut kennt. „Seine Forschung ist zeitgemäß, allerdings nicht sehr bedeutsam oder herausragend – große Bretter hat er nicht gebohrt: Bis auf einen Artikel halten sich seine Zitationszahlen in Grenzen. Lucke ist mehr ein Rezipient von ökonomischer Forschung als ein Produzent.“ Deutlich schärfer fällt das Urteil eines anderen Kollegen aus, der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte, um sich vor Gegenangriffen aus dem Lager der AfD zu schützen: „Lucke ist als Forscher zwar nicht völlig klinisch tot, aber eine kleine Nummer.“ Mit nur wenigen Veröffentlichungen in eher mittelmäßigen bis unbedeutenden Journals sei er ein typischer deutscher Ordinarius, der ab einem bestimmten Zeitpunkt seiner Karriere die Leistung verweigert habe. „Das ist schon komisch für jemanden, der selbst immer das Leistungsprinzip predigt“, so der Forscher. Tatsächlich hat Lucke dem „Social Science Citation Index“ zufolge in seiner Laufbahn 20 Artikel veröffentlicht, bei einem Ranking des Lebenswerks deutschsprachiger VWL-Professoren landete Lucke auf Platz 240. „Er hat sich sicher nicht überarbeitet und hätte mehr machen können, doch man kann ihm nicht vorwerfen, dass er überhaupt nichts mehr gemacht hat“, versucht ein Kollege ihn zu verteidigen. Und sagt aber auch: „Andere in Luckes Alter haben sicher mehr veröffentlicht.“ Und werden von ihren Kollegen dafür häufiger zitiert. So wird Lucke nur etwa 60-mal in Publikationen seiner Kollegen erwähnt, der etwas jüngere Mannheimer Ökonom Clemens Fuest kommt dagegen auf 270 Zitationen und Jungstars wie der Kölner Spieltheoretiker Axel Ockenfels schaffen sogar mehr als 1000. Hinzu kommt: Lucke hat seine Zitationen vor allem aus einem einzigen Artikel geschöpft. Den hat er aber nicht alleine geschrieben, sondern gemeinsam mit dem renommierten kanadischen Ökonomen Paul Beaudry. „Das zeigt immerhin, dass Lucke international vernetzt ist“, verteidigt ihn ein Kollege. Was allerdings allerorts Kopfschütteln auslöst: Lucke hat zu geld- und währungspolitischen Fragen nie geforscht. Doch das sind ausgerechnet die Themen, auf denen die Gründung und ein maßgeblicher Anteil des Erfolgs der Partei fußt. „Das ist so, als würde ein Orthopäde einen Forschungsvortrag über Gynäkologie halten“, ereifert sich ein Ökonom. „Wenn Lucke von dem geordneten Austritt aus der Währungsunion spricht, ist das wie die Forderung nach einer geordneten Explosion einer Atombombe. Er hat offensichtlich keine Expertise.“ Stattdessen untersuchte Lucke das Auf und Ab der deutschen Konjunktur. Dafür arbeitete er mit abstrakten Real-Business-Cycle-Modellen (RBC). Diese funktionieren in ihrer ursprünglichen Variante mit stark vereinfachten Annahmen: Geld kommt in diesen Modellen nicht vor, Preise sind völlig flexibel, die Nachfrage entspricht immer dem Angebot. Es gibt weder einen Staat noch das Ausland. Nur Veränderungen der Technologie wie etwa Innovationen haben Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung. Lucke bezeichnet diese Modelle als Karikatur einer Ökonomie. In die er sehr viel Zeit steckt. Er lässt immer wieder Daten durch die Modelle laufen, testet ihre Aussagekraft, schraubt an ihnen herum, testet wieder. „Man würde heutzutage wohl etwas mehr erwarten, um eine Professur an einer guten Universität zu bekommen, aber die Zeiten waren damals anders“, sagt Harald Uhlig, Makroökonomie-Professor an der Uni in Chicago. „Er war einer der wenigen in Deutschland, die sich um moderne, stochastisch-dynamische Gleichgewichtstheorie in der Makroökonomie kümmerte und zudem etwas von Zeitreihenökonometrie verstand.“

Offener Brief an Prof. Bernd Lucke von der „Alternative für Deutschland“ ODER wie alles begann!

Lucke behauptete in einem Interview mit dem Handelsblatt Ende August 2013, Meinungsforschungsinstitute würden Umfragen zu Ungunsten der AfD manipulieren, indem sie den Spielraum der statistischen Analyse nutzten, um die Partei kleinzurechnen. Es gäbe „eindeutige Hinweise von Mitarbeitern der Wahlforscher“, dass „in den Rohdaten von Allensbach und Forsa“ die AfD „deutlich über fünf Prozent“ liegen würde. Das Umfrageinstitut Forsa erwirkte daraufhin vor dem Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen Lucke. Das Gericht untersagte Lucke unter Androhung von Ordnungsgeld, seine Behauptungen zu wiederholen. Der Geschäftsführer des Forsa-Instituts, Manfred Güllner, kündigte daraufhin an, Lucke künftig „Lügen-Lucke“ zu nennen. Eine dagegen gerichtete Unterlassungsklage Luckes beim Landgericht Hamburg blieb erfolglos, da Güllners Äußerung vom Gericht als zulässige Meinungsäußerung bewertet wurde.

Bernd Lucke hetzt in seiner Rede zur AfD eigenen Zuwanderungspolitik gezielt gegen das Volk der Romas!  Er beruft sich auf den Deutschen Städtetag wo natürlich mit keinem Wort Roma, Sinti oder ‚Zigeuner‘ verwendet wird! „Er [der deutsche Städtetag] hatte darauf hingewiesen, welche Probleme in den Kommunen unseres Landes existieren, weil eine völlig ungeordnete Zuwanderung, in diesem Fall insbesondere von Menschen aus Bulgarien und Rumänien im Zuge der EU Freizügigkeit eingesetzt hat. Insbesondere Roma und Sinti, die in ihren Heimatländern zu den benachteiligten Gruppierungen gehören und sich hier eine bessere Zukunft erhoffen.“ …. „Wir können ganz exemplarisch mit den Romas und Sinti beginnen die zu uns kommen, doch es gilt letztendlich für alle zu uns kommenden Zuwanderungsgruppen.“ … „Aber das Problem der Zuwanderung besteht doch darin, dass es nicht berufliche Chancen sind, die die Immigration bewirken, oder jedenfalls nicht ausschließlich berufliche Chancen die die Immigration bewirken, sondern dass es die Höhe des deutschen Kindergeldes ist, die zum Beispiel diese Immigration der Roma und Sinti sehr stark zu treiben scheint „Im Video ist klar zu erkennen, dass sich Lucke selbst widerspricht! Zuerst empfiehlt er, dass man die Zuwanderung restriktiv nach seinen Ängsten hin einschränkt, und später im Video meint er, dass er die EU Freizügigkeit nicht abändern will. Auf jeden Fall ist es rechte Polemik! „Das Problem sind eher Randgruppen wie Sinti und Roma, die leider in großer Zahl kommen und nicht gut integrationsfähig sind.“

Über Hartz-IV-abhängige Zuwanderer sagte Lucke: „Dann bilden sie eine Art sozialen Bodensatz – einen Bodensatz, der lebenslang in unseren Sozialsystemen verharrt.“ Zur Bundestagswahl 2013: Am Abend der Bundestagswahl 2013 resümierte Lucke, seine Partei habe die Demokratie „ertüchtigt“, nachdem man in den vergangenen vier Jahren „so viel an Entartungen von Demokratie und Parlamentarismus“ erlebt habe. Die Wortwahl „Entartung“ wurde als historisch belastet und populistisch kritisiert. Lucke verteidigte seine Formulierung später in den Talkshows Anne Will, hart aber fair und maybrit illner sowie in der Sendung AfD – Eine Alternative? auf Phoenix. Er habe die Formulierung nicht in einem autoritären Bezug und nicht in Bezug auf die Biologie verwendet, sondern zum Ausdruck bringen wollen, dass die Demokratie ihren Charakter verliere und daher „entarte“, wenn die Regierung dem Parlament durch Zeitdruck die Möglichkeit verweigere, sich über wichtige Gesetze ein eigenes Urteil zu bilden. Die Worte „Entartung“ und „entartet“ seien auch von Wolfgang Schäuble, Helmut Schmidt und dem Generalsekretär der Piratenpartei benutzt worden, ohne dass diese von den Medien dafür kritisiert worden seien. Zu den Landtagswahlen 2014: Bei einem Wahlkampfauftritt in Frankfurt/Oder soll Lucke laut Bild-Zeitung in Anspielung auf die hohe Kriminalitätsrate und die unzureichend ausgestattete Polizei in der Grenzregion zu Polen geäußert haben: „Da versteht man doch, wenn Leute sagen: Wir wollen mit der alten DDR nichts zu tun haben, aber die innere Sicherheit war damals besser in der DDR als das in Westdeutschland der Fall war.“ SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi warf Lucke „Geschichtsvergessenheit“ vor, da er sich die Stasi zurückwünsche. Die Deutsche Presseagentur urteilte nach einem Auftritt Luckes im sächsischen Wahlkampf: „Die AfD zeigt im ostdeutschen Wahlkampf Verständnis für die Ostalgie-Gefühle einiger Wähler.“ Für Lucke sei es nachvollziehbar, dass Menschen in Sachsen aufgrund der gestiegenen Kriminalität das Gefühl hätten, „dass früher auch nicht alles schlechter war“. Alexander Gauland stellte sich hinter Lucke und erklärte, dass Lucke lediglich die Meinung ostdeutscher Wähler wiedergegeben habe. Zum Islam sagte er: „Wenn der Satz ,Der Islam gehört zu Deutschland‘ nur die faktische Existenz des Islam in Deutschland feststellen sollte, ist er überflüssig (…). Wenn er aber als eine implizite Bejahung des Islams in Deutschland gemeint ist, ist er falsch und töricht (…)“ Wenn man Lucke sein Vokabular anschaut, weiß man, welch geistiges Kind er ist.

Lucke meckert sehr oft über die europäische Zentralbank, gerade wenn sie den Leitzins senkt. Er sprach von kalter Enteignung der Sparer. Später verteidigt er dies wieder.

Die AfD-Basis ist gegen TTIP oder CETA, welche die amerikanischen Freihandelsabkommen darstellen sollen. Laut Henkel gibt es in der AfD dazu noch kein Beschluß, aber die Stimmung ist klar! Dies nutzte Lucke dafür aus, dass er für ein Freihandel mit Amerika stimmte. Er wird sich wohl den Konservativen angebiedert haben. Er muß doch dem Fraktionszwang folgen ^^.

Lucke möchte die Basis und die Landesverbände entmachten und als Alleinherrscher der AfD auftreten. Seine Entwürfe sollen laut Parteienrechtler Jörn Ipsen von der Universität Osnabrück sogar gegen die innerparteiliche Demokratie verstoßen, welche im PartG vorgeschrieben ist. Die AfD fordert politisch mehr direkte Demokratie. Aber innerparteilich ist die AfD nicht in der Lage basisdemokratie umzusetzen. Lucke sein Vorstoß, aber auch die Umsetzung der Delegiertenparteitage zeigen ein anderes Bild. Ich sage, AfD will mehr direkte Demokratie, weil sie den Minarettenbaustop der SVP in der Schweiz so gut fand.

Auch in der Rußlandpolitik arbeitet Lucke auf eigene Rechnung. Die Parteibasis ist prorussisch und hatte sogar einen Mitgliederbeschluß, da Putin seine Politik im Sinne der AfD führt. Lucke stimmte mit Starbatty, Kölmel und Henkel für Russlandsanktionen. Da war die Parteibasis aber auch Brandenburg/Sachsen/Thüringen Chefetage sauer.

Auch bei dem wichtigsten Thema der AfD, dem Euro kann man nicht sicher sein. Ursprünglich ging es um die Abschaffung des Euros. Viele Stimmen riefen auch nach dem Austritt aus der EU. Naja ein wenig später relativierte man dies und man forderte, dass die Südstaaten aus dem Euro aussteigen. Mal war es freiwillig, anders mal wieder sollen die raus. Wieder später gab es die Phantasie, dass es einen Nordeuro und einen Südeuro geben soll. Mittlerweile verlangt man nur noch, dass es keine neuen Eurostaaten geben soll.

Durch solche Aktionen gab es schon Reibereien, da Gauland und Petry meinten, dass Lucke sehr autoritär sei. Lucke dagegen drohte zuweilen auch mal mit Rücktritt. Schade, des wäre doch mal was! Man sieht zumindest, dass die AfD kein Partner für eine andere Partei ist, aber auch keine Wahlversprechen halten wird. Ein wenig hat er aus den Reaktionen der Basis gelernt. Nun ist er für Pegida!

Attentat auf Lucke in der Waldbühne Bremen:
POL-HB: Nr.: 0464,–Überfall auf Wahlkampfveranstaltung–Bremen (ots) – Ort: Bremen, Bürgerpark, Waldbühne Zeit: 24.08.13, 15.30 Uhr Am Nachmittag fand eine Wahlkampfveranstaltung der Wählervereinigung “Alternative für Deutschland” im Bremer Bürgerpark statt. Diese Veranstaltung wurde durch mehrere Angreifer überfallartig gestürmt. Insgesamt wurden mehrere Personen leicht verletzt. Um 15 Uhr hatte die Wahlkampfveranstaltung auf einer Freiluftbühne begonnen. Während der Rede des Vorsitzenden der “Alternative für Deutschland” wurde die Veranstaltung durch ca. 20 – 25 teilweise vermummte Personen plötzlich gestürmt. Acht Personen gelang es, auf die Bühne zu kommen. Durch die Angreifer wurde im Bereich der Bühne Pfefferspray eingesetzt. Hierbei wurden insgesamt 16 Personen verletzt. Beim Eintreffen der Polizeikräfte flüchteten die Angreifer in den Park. Während der Verfolgung wurde ein Helfer der “Alternative für Deutschland” mit einem Messer angegriffen. Bei dessen Abwehr verletzte er sich leicht an der Hand. Alle durch das Pfefferspray verletzten Personen erlitten Augen- und Atemwegsreizungen. Darunter befanden sich auch zwei 7 und 11 Jahre alte Kinder sowie ein Polizeibeamter. Zunächst hatte die Polizei von 25 Personen berichtet, die sich an dem Überfall im Biergarten eines Ausflugslokals beteiligt hätten; acht von ihnen seien auf die Bühne gelangt.
Internetvideos zeigen dagegen lediglich zwei Männer beim Sturm auf das Freiluftpodest. Die Polizei erhielt von den AfDler diese Information. Polizei hat die offensichtlich falsche Pressemeldung wieder entfernt! Alles eine reine Inszenierung! Aber fast zeitgleich zu dem Attentat war eine vorgefertigte Rede zur Hand, welche darauf antwortete! LügenLucke macht seinem Beinamen alle Ehre: Er sagt noch, er habe ein Lautsprecher auf den Kopf bekommen… Klar Lucke… Lucke, 51-jähriger Wirtschaftsprofessor, blieb nach AfD-Angaben unverletzt, wurde durch das Pfefferspray aber beeinträchtigt. Laut Polizei litten insgesamt 16 Teilnehmer Augen- und Atemwegsreizungen. Ein Parteihelfer habe sich einen Schnitt am Finger zugezogen, als er bei der Verfolgung der Täter mit einem Messer angegriffen worden sei. Zwei Verfolger hätten Faustschläge bekommen. Ich glaub denen kein Wort mehr!

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Lucke
http://www.jjahnke.net/rundbr97.html#2880
http://www.sueddeutsche.de/politik/zuwanderung-als-wahlkampfthema-afd-chef-warnt-vor-sozialem-bodensatz-1.1769714
http://www.huffingtonpost.de/2014/01/12/hartz-iv-zuwanderer-afd-lucke_n_4583507.html
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2014/06/62805/
http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEKBN0EH11Z20140606
http://www.presseportal.de/pm/110332/2550356/ezb-behaelt-niedrigzinssatz-bei-afd-kundgebung-gegen-kalte-enteignung-der-sparer
http://www.alternativefuer.de/starbatty-die-europaeische-zentralbank-beschliesst-die-enteignung-der-sparer/
http://www.jjahnke.net/rundbr97.html#2880
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/kontroverse-um-ttip-afd-chef-lucke-bekennt-sich-zum-freihandel-mit-amerika-13019104.html
http://www.euractiv.de/sections/europawahlen-2014/henkel-die-afd-hat-keinen-beschluss-zu-ttip-308479
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-machtkonzentration-lucke-will-basis-entmachten-a-958950.html
http://www.cicero.de/salon/afd-russlandpolitik-bernd-lucke-von-europa-weichgespuelt/58102
http://www.welt.de/politik/deutschland/article131432482/Tiefer-Riss-durchzieht-die-AfD-in-Russland-Frage.html
http://rechtsvorlinks.wordpress.com/2014/08/20/afd-spitze-stimmt-gegen-mitgliederbeschlus-fur-sanktionen-gegen-russland/
http://www.zeit.de/2014/36/bernd-lucke-afd-putin-spaltung
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/streit-ueber-russland-politik-putin-spaltet-die-afd-13106247.html
http://www.faz.net/aktuell/politik/machtkampf-in-der-afd-lucke-und-die-ruecktrittsdrohung-13220047.html
http://www.fr-online.de/bundestagswahl—hintergrund/angriff-auf-afd-chef-lucke-afd-chef-fordert-durchgreifen-gegen-linksextreme,23998104,24116532.html
http://www.derwesten.de/meinung/lucke-und-der-nazi-jargon-gut-dass-die-afd-gestoppt-wurde-cmt-id8479460.html
http://www.stern.de/politik/deutschland/afd-chef-lucke-biedermann-oder-brandstifter-2060931.html
http://www.welt.de/vermischtes/article120394946/Lucky-Lucke-und-der-illiberale-Geist-der-AfD.html
http://www.publikative.org/2013/09/23/afd-betrugsvorwuerfe-und-entartete-demokratie/
http://www.tagesschau.de/inland/afd-parteitag100~magnifier_pos-0.html
http://www.welt.de/wirtschaft/article132484762/Als-Professor-macht-Bernd-Lucke-nicht-viel-her.html

Wie Lucke die Nation bei Günther Jauch belügen wollte! Brauner AfD Führer pro rechte PEGIDA!

Ursprünglich veröffentlicht auf STESOCOM geschrieben von Stefan Soppe:
Der Führer der faschistischen, erzkonservativen und neoliberalen AfD, Prof. Dr. Bernd Lucke, dessen Organisation selbst nicht zimperlich ist, wenn es darum geht, mit fremdenfeindlichen Tönen („Wir sind nicht das Weltsozialamt“; „Deutschland den Deutschen“, „Muslime raus aus Deutschland“) auf Wählerfang zu gehen, startete bei der AfD Sendung „Günther Jauch“ den Versuch, sich gleichzeitig von „Pegida“ (Patrioten Europas gegen die Islamisierung des Abendlandes) zu distanzieren und die Protestler zu umschmeicheln.
Er sei „anfangs sehr skeptisch“ gewesen gegenüber der neuen Bewegung, gab Lucke – welcher auch als Lügen Lucke gerichtsbekannt ist – zu Protokoll. Dabei ist es ein offenes Geheimnis, dass AfD-Mitglieder dort mitmischen. Inzwischen sei er jedoch „beeindruckt“ von den „friedlichen Demonstrationen“. In dem „Pegida“-Forderungspapier hätten die Verfasser „vieles, was sehr vernünftig ist“ aufgeschrieben. Fremdenfeindlichkeit, so Lucke, lehne er – natürlich – „entschieden ab“. Aber zahlreiche Menschen, vor allem in Ostdeutschland, steckten nun mal in einer „Vertrauenskrise“, hätten das Vertrauen in die Politik allgemein verloren. Rechtsnationalist Lucke in seinem Element.
Doch bei Jauch traf der AfD-Chef auf Gegner,die offenbar gewillt waren, diesmal dagegenzuhalten. „Sie spielen Flip-Flop“, konterte forsch Jens Spahn, frisch gekürtes Präsidiumsmitglied der CDU. Lucke drehe die Dinge immer so, „wie es gerade passt“. Stattdessen solle er doch mal klar Stellung beziehen. Das war das Stichwort für Ex-„Bild“Mann Spreng. „Dann müsste Herr Lucke ja das aufgeben, was er das ganze Jahr über betreibt: Wählermaximierung“, ätzte Spreng. Lucke geriet zunehmend in die Defensive. Als dann noch Gesine Schwan, Hochschulchefin und ehemalige SPD-Kandidatin für das Bundespräsidentenamt, süffisant einschob, die AfD habe „so viele interne Probleme, das wird sich sowieso erledigen“, verlor er die Souveränität. Zuerst beschwerte Lucke sich wortreich über die Presse, die seine AfD mit falschen Zitaten und schiefen Darstellung bösartig verleumde und warf dabei sogar seinem Gastgeber Jauch eine „tendenziöse Darstellung“ der „Pegida“-Bewegung vor. Dann klagte er darüber, dass er in der Talk-Runde „allein gegen vier“ Kontrahenten antreten müsse. „Ein bisschen weinerlich, Herr Lucke“, wie CDU-Mann Spahn genüsslich kommentierte.Das anwesende Publikum honorierte diese Aussage nur mit einem „Ohhhh….!“
Den Schlusspunkt setzte Günther Jauch selbst. Er ließ die Facebook-Seite Luckes einblenden auf der Lucke schreibt: „Ich halte die Forderungen der Pediga für legitim, was nicht alle teilen werden.“ Das klingt nicht eben nach Differenzierung und Abgrenzung von fremdenfeindlichen Tönen. Darauf Lucke händeringend: „Man hat manchmal Mitarbeiter, die schreiben Dinge auf, die…“ Der Rest ging im Gelächter des Publikums unter. Bernd Lucke fand es offenbar nicht besonders lustig. Noch während der Abspann der Sendung lief, sprang er aus seinem Stuhl und entschwand vom Podium. Nicht festzuhalten. Fast wie ein Gespenst.

Zusätzlich aufgeführte Quelle: http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/guenther-jauch-entzaubert-afd-chef-bernd-lucke-in-pegida-talk-id10145551.html

AfD – Mitglied Heumann in „Goebbels-Manier“! AfD auf den Spuren der NSDAP!

Ursprünglich veröffentlicht auf STESOCOM geschrieben von Stefan Soppe:

Nicht nur „Führer“ Bernd Lucke äußert Verständnis für PEGIDA. Längst bekennen sich weite Teile der AfD-Basis offen zu ihrer Sympathie für das islamkritische Bündnis. Manche gehören sogar zu den Organisatoren der vom Verfassungsschutz als rechtsextreme Gruppierung.

Unter den selbsternannten Patrioten in der faschistisch – mittlerweile nationalsozialistischen – , erzkonservativen und neoliberalen AfD ist die Begeisterung für die islamkritischen Proteste in deutschen Städten groß. Die „Patriotische Plattform“, ein Zusammenschluss aus Nationalkonservativen in der AfD, veröffentlichte auf ihrer Seite in dem sozialen Netzwerk Facebook jüngst ein Foto von neun Männern nach einer Demonstration des PEGIDA – Bündnisses in Dresden. Die Abkürzung steht für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Zu ihrem Erinnerungsfoto schrieben die AfD-Mitglieder: „Unter den Teilnehmern wie jeden Montag sächsische Patrioten der AfD.“ Auch Sachsens AfD-Landesvorsitzende Frauke Petry äußert Verständnis für die Demonstranten. „PEGIDA thematisiert Dinge, die von der Politik vernachlässigt werden“, sagte Petry. Zudem sei die „inhaltliche Überschneidung“ der Forderungen der Bewegung mit dem Programm der AfD offensichtlich. Es sei auch kein Geheimnis, dass „sehr viele“ AfD – Mitglieder bei PEGIDA – Demonstrationen mitliefen. In Petrys Landesvorstand wird sogar die Frage aufgeworfen, ob die AfD sich als parlamentarischer Arm der PEGIDA – Bewegung begreifen sollte. Landesvorstand Hans-Thomas Tillschneider, der für seine Islamkritik bekannt ist, nimmt regelmäßig an den Demonstrationen teil. Hinter der PEGIDA – Bewegung schienen im Gegensatz zu den „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa) „kluge Köpfe“ zu stehen, schrieb er kürzlich auf einer Internetseite der „Patriotischen Plattform“. Was PEGIDA noch fehle, sei „eine Partei, die den Protest in die Parlamente trägt“. Die übrige AfD-Führung bemüht sich bei dem Thema um Nachdenklichkeit. In Äußerungen, in denen jedes Wort abgewogen scheint, soll eine Mitte gefunden werden zwischen zwei politischen Unwägbarkeiten. Einerseits sollen sich gemäßigte Demonstranten durch zu ablehnende Äußerungen nicht von der AfD diffamiert fühlen. Andererseits wird der Verdacht gehegt, dass auch Bürger mit fremdenfeindlicher Gesinnung an den PEGIDA – Protesten teilnehmen. Während die Parteiführung noch über die Annäherung an das PEGIDA – Bündnis diskutiert, wird diese an der Basis längst vollzogen. Die Kreisverbände der AfD in der Sächsischen Schweiz und Dresden rufen ihre Mitglieder offen zur Teilnahme an den Protesten auf. Die Internetseite der Dresdner AfD bildet das PEGIDA – Logo groß ab. Dass Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) jüngst zu einer Demonstration gegen PEGIDA aufrief, wird ihr in der AfD übelgenommen. Der Dresdner AfD-Kreisvorsitzende Jürgen Schulz sagt, Orosz organisiere „eine Konfrontation, wie sie ohne Beispiel in der jüngeren Geschichte“ sei. Bei manchen Demonstrationen gehören AfD-Mitglieder nicht nur zu den Unterstützern, sondern zu den Organisatoren. In Düsseldorf ist das AfD-Mitglied Alexander Heumann einer der Initiatoren des dortigen PEGIDA – Ablegers namens Dügida. Heumann trat auch bei einer Demonstration der Hogesa in Hannover als Redner auf und er ist Vorsitzender der „Patriotischen Plattform“ in Nordrhein-Westfalen. In seiner Rede auf einer Dügida-Demonstration in Düsseldorf, hatte Heumann noch versöhnliche Worte gewählt. „Jeder Patriot ist hier willkommen! “Im Gespräch mit der FAZ vertrat Heumann hingegen weniger tolerante Positionen. Er äußerte die Erwartung, dass „in 20 Jahren in Deutschland die Scharia eingeführt wird, wenn die Islamisierung so weitergeht“. Heumann fordert, Deutschland solle die Einwanderung von Muslimen begrenzen. Er betrachte es mit Sorge, wenn Muslime in Deutschland für die öffentliche Sicherheit zuständig seien, etwa als Polizisten. Diese könnten von radikalen Muslimen mit dem Hinweis, sie seien „Brüder“, beeinflusst werden. In Schweden seien schon ganz Stadtviertel an islamische Einwanderer „verlorengegangen“. Die Zahl der Vergewaltigungen dort sei gestiegen, schwedische Frauen, behauptete Heumann, färbten sich aus Angst die Haare schwarz.

Damit bestätigt die AfD wiedereinmal, dass sie nicht weit rechts von der CDU steht, sondern sich dem Gedankengut der NSDAP annähert! Was Heumann vom Stapel gelassen hat, ähnelt sehr an die Reden des damaligen Reichspropagandaminister Goebbels, der die Juden für Vergewaltigungen an arische Mädchen verantwortlich machte.

Die AfD ist somit eine größere Gefahr als bislang geglaubt wurde. Sie ist gefährlicher als die NPD, welche man des Öfteren versuchte hatte zu verbieten. Wenn die sog. Alternative für Deutschland so weitermacht, wird es schneller zu einem Verbot kommen als bei ihre Schwesterpartei namens NPD!