Henkel und die völkischen AfDler

Andreas Kemper

Hans-Olaf Henkel ist gestern von seinem Posten als stellvertretender Vorsitzender der AfD zurückgetreten. Grund sei die Dominanz der „Rechtsideologen“.

Im Interview mit der FAZ äußerst sich Henkel zur Frage, warum Rechtspopulist*innen die AfD spannend fänden. Er bleibt bei seinem alten Erklärungsmuster. Erst die Medien hätten dafür gesorgt, dass die Rechtspopulist*innen in die AfD gingen. Schließlich hätten die Medien ständig die unwahre Behauptung aufgestellt, in die AfD sei eine rechtspopulistische Partei. Dann sei es doch kein Wunder, wenn die Rechten sich von der AfD angezogen fühlten. Ein Teufelskreislauf.

Ich möchte an dieser Stelle an den Juli 2014 erinnern. Hans-Olaf Henkel hatte der AfD Thüringen einen Kredit von 150.000 Euro gegeben. Zum Auftakt der Landeswahlkampfes spricht erst Björn Höcke, der forderte, dass sich Ausländer den deutschen „Sitten und Gebräuchen“ anzupassen hätten. Danach spricht Henkel und behauptet, in der AfD gäbe es nur „Ehrenmänner und Ehrenfrauen“, die AfD-Mitglieder in der AfD seien…

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Fünf Landesparteitage der AfD – weiterer Rechtsruck

Andreas Kemper

Der Rechtsruck in der AfD geht weiter. Am lezten Wochenende fanden in fünf Landesverbänden (Bayern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Brandenburg) Parteitage statt. In vielen dieser Landesverbände ist der Rechtsruck sehr deutlich zu erkennen.

Hessen: selbst Adam warnt vor Rechtsruck

Inzwischen warnt selbst Konrad Adam, der bis vor kurzem noch den nationalkonservativen Flügel gegen die Neoliberalen in der AfD repräsentierte vor einem „Rechtsruck in der AfD“. Hintergrund: Konrad Adam und der komplette Vorstand in der AfD in Hessen wurde am Wochenende vom Landesparteitag abgewählt. Anscheinend sind auch in der hessischen AfD Kräfte auf dem Vormarsch, die rechts vom Nationalkonservativismus stehen. Die FR zitierte beispielsweise Andreas Lichert, Autor in Kubitscheks „Sezession“, und Heiner Hofsommer, einem langjährigen Bekannten vom AfD-Rechtsaußen Björn Höcke.

Brandenburg: „Ich kenne keine Flügel. Ich kenne nur die Brandenburger AfD“

In Brandenburg wurde Gauland, der wie Höcke, Lichert und Hofsommer zum Kreis der „Erfurter Resolution“ zählt, sehr deutlich als AfD-Landesvorsitzender…

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Wieviel NPD höckt in der AfD?

Andreas Kemper

Björn Höcke, Landesfraktionschef der AfD in Thüringen, hat sich mit der am Wochenende bekanntgewordenen Erfuter Resolution an die Spitze der rechten Opposition gegen die Neoliberalen Hans-Olaf Henkel und Bernd Lucke gesetzt. Unterschrieben wurde die Erfurter Resolution vom Landeschef der AfD in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, und vom Landeschef der AfD in Brandenburg, Alexander Gauland. Höcke hatte am Samstag diese Resolution dem thüringischen Landesparteitag der AfD vorgelegt. Sie wurde mit großer Mehrheit angenommen. Der neurechte Götz Kubitschek, der vor einem halben Jahre eine Parteimitgliedschaft beantragt hatte, sieht dieser Entwicklung gespannt entgegen. Ganz richtig stellt er fest, dass sich die beiden Landeschefs Höcke und Poggenburg in der Parteidebatte noch gar nicht eingebracht hatten. Bislang verlief die Konfrontationslinie hauptsächlich zwischen den neoliberalen Henkel/ Lucke und der nationalkonservativen Fünferbande Adam/ Gauland/ Petry/ Pretzell/ Storch. Jetzt sehen Kräfte rechts von den Nationalkonservativen den richtigen Zeitpunkt, in den Kampf gegen die neoliberale AfD-Führung offensiv einzutreten.
Wie rechts…

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