Die Leichenfledderer vom „European“

Oder warum „Bedenkenträger“ einfach mal die Finger stillhalten sollten!

Während ganz Frankreich von dem noch frischen Schock der entsetzlichen Terrorverbrechen gelähmt ist, lässt das Debattenmagazin „The European“ zwei skandalöse Artikel veröffentlichen. Das rotweingeschwängerte Gewäsch dieser selbsternannten Bedenkenträger kennt keine Pietät. Indem sie zu einem Zeitpunkt maximaler Grausamkeit die Mordopfer kritisieren, zeigen sie, dass sie von der offenen, emanzipierten Gesellschaft nichts halten. Diese furchtbare „Ja, aber“ – Apologetik des Terrorismus‘ hat die Wirkung einer direkten Ölzufuhr in die Hassflammen von islamistischen Ideologen und der AfD-Clique. Dann schaltet sich auch noch ein ehemaliger deutscher Spitzenpolitiker per Facebook in die European-Debatte mit ein. Mit diesem Wahnsinn muss endlich Schluss sein. Ein Kommentar von Florian Sailer.

Deniz Yücel hatte in seinem gestrigen Kommentar zu „Je suis Charlie Hebdo“ völlig Recht. In dem sehr lesenswerten Artikel erörtert er kurz, warum das kleine Wörtchen „Aber“ in diesem Zusammenhang so infam ist. Die Relativierung von Verbrechen schrankenloser Grausamkeit bedeutet immer auch, dass der Urheber selbiger seine unterschwellige Boshaftigkeit offenbart. Damit man aber die eigene moralische Verkommenheit nicht rechtfertigen muss, wird diese in eine vermeintliche Bedenkenträgerei unter der Überschrift „Aber“ umgedeutet. So geht Anti-Emanzipation auf deutsch. Dieser Rollback wird in erster Reihe auch von gewissen Propagandisten vollzogen. Wo kämen wir hin, wenn damit nicht unsere doppelten Lottchen von der Gehirnfaschings-Front, Jürgen Elsässer und Jürgen Todenhöfer, gemeint wären?! Eben.

„Diese beiden haben`s so richtig drauf“ , müssen sich Albert Wunsch [auch Satire muss nicht alles machen] und Meike Büttner [warum sind plötzlich alle Charlie Hebdo] , die auch unter Pseudonym fungiert, gedacht haben und schrieben einfach mal so drauf los. Daraufhin gab es in den Artikel – Kommentarspalten vom European selbst und auch auf dessen Facebook – Auftritt einen Shitstorm light. Richtig so, denn die Veröffentlichung dieses gelebten Schmierantentums war unerträglich! An dieser Stelle möchte ich die Leser dieses Watchblogs gerne direkt auf die beiden Artikel verweisen, sofern sie sie denn noch nicht gelesen haben.

Wer diese Schriften nun konsumiert hat, wird sich fragen, warum der Herausgeber des European, Alexander Görlach, überhaupt eine solche sein Geschäftsmodell schädigende Veröffentlichung zugelassen hat?! Ganz einfach: Ein Facebook-Anonymous führte mir gegenüber aus, quasi in der Tradition Charlie Hebdos zu stehen. Aber lest selbst, wie sich diese wandelnden Krokodilstränenfabriken sehen (übrigens: Die Mannschaft des European weigert sich nach wie vor, Redaktionskommentare auf Facebook {wie es sich eigentlich gehören würde} mit einem Klarnamenskürzel zu versehen. Bei einem Telefonat von heute sagte man mir gegenüber, dass man ja nicht ein so zahlreiches Personal wie bei der „WELT“ habe und sechs Angestellte ja viel weniger anonym seien als 30. Interessante Logik, wenn in der Realität zwar 6 x 0 immer noch 0 ist, also null Information, das jedoch schon irgendwie viel weniger anonym sein soll. Das andere Ende der Leitung von 16:43 Uhr bestand mir gegenüber jedoch ausdrücklich darauf, anonym bleiben zu wollen. Auch das ist ein skurriles Novum für ein angeblich doch so offenes „Debattenmagazin“ , wie der European eines zu sein vorgibt):

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Ich fasse es also zusammen: Zwei Journalisten fordern gegenüber Satirikern bei erneut noch nich getrocknetem Blut der Mordopfer die radikale Selbstzensur, wollen also die Meinungsfreiheit des linken Satireblatts „Charlie Hebdo“ rückwirkend eingeschränkt wissen, berufen sich aber beim üppigen Verschütten ihrer pietätlosen Häme mitsamt der Redaktion auf die Debattenfreiheit und wollen diese, in der Tradition Charlie Hebdos stehend, keinesfalls eingeschränkt sehen – ohne jemals den Anspruch oder gar die Kompetenzen eines Satireblatts gehabt zu haben. Diese Gegensatire zweier Irrgänger als „Debatte“ zu verkaufen, ist einfach krank. Nachdem sich jetzt also jeder auf die Debattenfreiheit und den Geist dieser in der Tat einzigartigen Pariser Wochenzeitschrift berufen kann und es diesbezüglich gar keine Grenzen gibt, erwarte ich für nächste Woche einen ausgedehnten Gastkommentar von den beiden Jürgens oder anderen Agitprop-Clowns. Dumm nur, dass die Zeichner von Charlie Hebdo für den Gesellschaftsblock der Zensoren und Aufhetzer immer nur eines übrig hatten: Kluge, witzige Verachtung.

Das Zeitungsteam überlebte erfolgreich jeden der gegen sie angestrengten Gerichtsprozesse eben dieser Zensoren und bezahlte am Ende dennoch mit dem eigenen Leben. Das konnte einer einfach nicht auf sich sitzen lassen. In einem vom European mittlerweile wieder gelöschten Kommentarexzess will der offenbar verwirrte Teenie-Liebhaber und gescheiterte Ex-Spitzenpolitiker Christian von Boetticher [WR-RechtStruz eines Hoffnungsträgers] nochmal ganz genau mitteilen, dass er immer Recht hat und dass Charlie Hebdo wahrscheinlich auch noch volksverhetzend war. Das nächste Mal werden wir von von Boetticher sicher erfahren, wie Mörder ganz legal die Volksverhetzer um die Ecke bringen können und Kumpel Chris auch diese Verfahren stets gewinnt. Gott in Frankreich, bewahre uns vor diesen CDU-Winkeladvokaten!

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In den kommenden Monaten werden wir alle noch unzählige weitere Beispiele aus vielen Richtungen erleben, welche aus der Ansammlung der Krokodilstränen irgendwann ein Meer werden lassen. Durch den damit verbundenen Ekel müssen wir durch und hoffentlich wird man in ein paar Jahren auf die Tage dieser Verbrechen zurückblicken können und feststellen, dass die terroristische Saat aus Hass und Wahn nicht aufgegangen ist.

Die Anschläge und Geiselnahmen im Bereich der Île-de-France forderten bis jetzt siebzehn Todesopfer und unzählige Verletzte & Traumatisierte. Mögen die Ermordeten in Frieden ruhen und die Versehrten eines Tages wieder genesen.

09.01.2015 – 23:00 Uhr.

Anmerkungen der Redaktion:

Nachdem unser Artikel „Es wird eine Explosion geben“ auch den Ökonom Heiner Flassbeck erreicht hat, teilte uns dieser gestern auf eine Email-Anfrage hin mit, dass er nächste Woche in seinem Blog einen ausführlichen Kommentar zu dem Thema Marine Le Pen, Frankreich, verschiedene Krisen und AfD veröffentlichen wird. Wir werden diesen Kommentar dann direkt bei uns im Blog und bei facebook veröffentlichen und bitten schon jetzt darum, dieses kommene und wichtige politische Thema zu beachten und sich rege an der Diskussion dazu zu beteiligen!

Update 12.01.2015:
der angekündigte Bericht von Heiner Flassbeck: http://www.flassbeck-economics.de/die-solidaritaet-die-frankreich-wirklich-braucht/

Auch wir empfinden den The European-Artikel als pietätlos und unverhältnismäßig. Zum einen wird da gesagt: Kurzform „Die waren ja selbst schuld“. Diese Aussage zeigt den fehlenden Anstand und Respekt von Albert Wunsch. Zum Anderen fordern im Umkehrschluss ‚Journalisten‘, dass man die Meinungsfreiheit (der Anderen) und die Pressefreiheit (der Anderen) einschränken sollte. Unliebsame Artikel dürfen ja nicht veröffentlicht werden, könnte ja Blasphemie dabei sein.

http://www.taz.de/Kommentar-Je-suis-Charlie-Hebdo/!152463/
https://www.facebook.com/ilker.deniz.yucel?fref=ts
http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Wunsch
http://www.theeuropean.de/albert-wunsch/9447-charlie-hebdo-auch-satire-muss-nicht-alles-machen
http://mutterseelenalleinerziehend.de/
http://mutterseelenalleinerziehend.de/impressum/
https://www.facebook.com/TheEuropean?fref=ts
http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_von_Boetticher#cite_note-14
http://wr-recht.de/boetticher.php
http://www.shz.de/schleswig-holstein/politik/von-boetticher-sturz-eines-hoffnungstraegers-id5404646.html

 

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AfD Bremen: Ute Dopke, Kandidatin Bürgerschaftswahl

dopke bildIn Bremen ist im Frühjahr 2015 Bürgerschaftswahl. Die AfD glaubt, in ihren Reihen Menschen gefunden zu haben, die für die Politik geeignet sind und hat ihre Kandidaten_Innen aufgestellt. Exemplarisch möchte ich hier eine Kandidatin, Ute Dopke, vorstellen.

Ute Dopke ist auf Facebook gut vernetzt und nutzt die Plattform intensiv, um ihre skurrilen Ansichten zu verbreiten.

Über sich selber sagt sie: Menschen, die oft verletzt wurden, sind gefährlich, denn sie wissen wie man überlebt. Vergeben und Vergessen? Ich bin weder Jesus, noch habe ich Alzheimer.

Eines Ihrer Lieblingszitate ist: Ich habe den Teufel im Blut, den Engel im Herz und den absoluten Wahnsinn im Kopf.

Bezüglich des „Wahnsinn im Kopf“ möchte man ihr nicht widersprechen, denn ihre Posts sprechen Bände:

So liegt ihr zum Beispiel die Aufklärung über Chemtrails am Herzen. Dass es sich hierbei tatsächlich um Ballasttanks für die Erprobung des Flugverhaltens handelt, würde die AfD-Kandidatin wohl als Verschwörungstheorie bezeichnen.
dopke chemtrails
Von sachlicher Kritik an den derzeit im Bundestag vertretenen Abgeordneten hält Dopke nicht viel. Sie zieht es vor, einen Kriegsliederschreiber aus dem 18./frühen 19. Jahrhundert zu zitieren.
es gnade euch gott
Als „gute“ AfDlerin unsterstützt Dopke natürlich auch Pegida-Ableger.

indianer nazis

Dopke schürrt Ressentiments gegen Andersgläubige, insbesondere gegen Menschen muslemischen Glaubens, hier teilt sie einen Post des Kopp-Verlages. Über den Kopp-Verlag schrieb das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, dass sich die Autorenliste wie ein „Who-is-Who der deutschen Verschwörungsliteratur“ lese, darunter einige Autoren, die „in der rechten Szene gerne rezipiert werden“.

dopke kopp

Auch die NPD-Seite wird von der AfD-Kandidatin gerne geteilt, man passt ja von der Gesinnung zusammen.

döpke teilt npd
islamische bürger

Aber Ute Dopke ist der Meinung, dass sie diese Hetze aus „reiner Notwehr“ betreibt.
islam ist gegen mich
Zu einem von ihr geposteten Bericht über ein Feuer in einem Flüchtlingscamp, in dem es eindeutig heißt, dass die Brandursache noch unklar ist, behauptet Dopke: „Selber angezündet und auf Mitleid bauen, ich bin außer mir“. Bei dem schrecklichen Brand, den die AfD-Kandidatin hier für ihre Verleumdungen nutzt, wurden drei Asylbewerber, die in einem der Zelte schliefen, in letzter Sekunde vor dem Feuer gerettet, einer der Männer wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei schloss einen Anschlag nicht aus.

die brandursache ist unkar

Flüchtlinge sind für Dopke keine Menschen, denen man Hilfe zukommen lässt, sondern „Invasoren“. Hier teilt sie Berichte der fremdenfeindlichen Hetz-Seite „Netzplanet“.

dopke asylanten osnabrück

flüchtlinge mögen essen nicht

Auch der Michael-Mannheimer-Blog ist für Dopke eine Quelle ihres Vertrauens. Karl-Michael Merkle (alias Michael Mannheimer) ist ein anti-humanistischer Demagoge der sich der Islamkritik alleine aus dem Grund bedient, um seinen gewaltsamen Umsturz zu propagieren und Andersdenkende zu diskreditieren. Merkle wurde bereits wegen Volksverhetzung verurteilt, die Anklage lautete: “Der Genannte wird angeklagt, er habe einen Schriften gleichstehenden Datenspeicher verbreitet, auf dem zum Hass gegen eine religiöse Gruppe aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie aufgefordert und ihre Menschenwürde dadurch angegriffen wird, dass sie beschimpft, böswillig verächtlich gemacht und verleumdet wird.”

mannheimer millionen flüchtlinge

Und natürlich gehört auch der rechtsextreme und islamfeindliche Blog „PI-News“ zu den Quellen, aus denen Dopke ihr „Wissen“ bezieht. Gegen PI-News leitete die Staatsanwaltschaft Rostock ein Ermittlungsverfahren ein, da in Beiträgen Gewaltaufrufe gegen Araber und Muslime erschienen waren. Als mutmaßlicher Verfasser wurde im September 2014 der Rostocker AfD-Politiker Holger Arppe angeklagt.

dopke pi
Quellen:
http://www.alternativefuer-bremen.de/
http://diefreiheitsliebe.de/gesellschaft/pi-news-autor-verurteilt-wegen-volksverhetzung/

Die Frankfurter AfD und ihre Verstrickungen in den braunen Sumpf

Recherchegruppe Frankfurt(Oder)

Die noch junge Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) schreibt seit ihrer Gründung Anfang vergangenen Jahres eine Erfolgsgeschichte. Kaum eine andere Partei vermochte es in so kurzer Zeit, Stimmenzuwächse zu erreichen, die sie sogar fast in den Bundestag geführt hätten. Anfangs mittels ihrer Eurokritik als Ein-Themen-Partei bekannt, die sich nicht klar politisch einordnen ließ, zeigen neue Erkenntnisse und Offenbarungen seitens der Partei und ihrer Mitglieder immer wieder, welche ideologischen Ansichten in der Partei mehrheitlich vertreten werden.

Die Frankfurter AfD behauptet von sich: „Wir sind weder rechts noch links – WIR SIND AFD“.[1] Die vorliegende Analyse des Stadtverbands in Frankfurt (Oder) zeigt jedoch, dass die AfD nichts anderes ist als eine rechtspopulistische Partei, die mit Chauvinismus und Nationalismus „deutsche Interessen“ vertritt. Sie steht für soziale Kälte; sie hat eben nicht den sozialen Ausgleich, das Wohl Aller im Sinn, sondern ihre Politik ist auf die Interessen der Besitzenden abgestellt. Sie ist…

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Eva Kahlmann

Bernd Kölmel, Europaabgeordneter der AfD, veröffentlichte jüngst auf seiner Facebookseite einen wirren Post, in dem er behauptet, es sei ein Anschlag auf ihn verübt worden. Ist das, wie schon so oft, ein weiterer Versuche, mit der Opferrolle Stimmen zu fangen? Oder ist es diesmal nicht vielleicht ein Ablenkungsmanöver von Kölmel, nachdem die Stuttgarter Nachrichten in der Woche davor berichteten, dass Eva Kahlmann für ihn arbeitet. Befragt nach der politischen Verortung seiner Mitarbeiterin sagte Kölmel: „Ich habe mit Frau Kahlmann intensiv und mehrfach über ihre politische Vergangenheit gesprochen und bin überzeugt, dass sie die Werte ihrer ehemaligen Partei nicht teilt und demokratisch denkt“.

Eva Kahlmann…Eva k

ist ehemaliges Mitglied der rassistischen Kleinstpartei „Die Freiheit“ und agierte als Schriftführerin in dem von ihr mitgegründeten Kreisverband Nordbaden. Doch ihr Versuch, in der Gründungsphase der Partei an wichtige Posten zu kommen, scheiterte und sie bekam wegen einer volksverhetzenden Rede auf einem Parteitag sogar Probleme mit der Staatsanwaltschaft. Seitdem versucht sie im Hintergrund Intrigen gegen die Führung der Freiheit um Stadtkewitz zu spinnen.

Gründungstreffen LV BW Freiheit vor der Veranstaltung

Eva Kahlmann beim Treffen vor der Gründungsveranstaltung der Freiheit BW

Kahlmann zeigte sich nicht nur unter dem Banner „Hassblog der Rechtspopulisten“, auch ist sie, ebenso wie ihr Sohn, Mitbegründer_in der „PI-News“-Gruppe Rhein-Neckar. „PI-News“ ist die wichtigste Internetplattform für Islam-hasser_innen in Deutsch-land.  Ihr Sohn Emil Kahlmann, postete auf dem Blog unter dem Pseudonym „vaterrhein“ Kommentare wie „Moschee abreißen, Muselmänner und Muselfrauen in der Wüste abladen. So einfach wäre das Problem gelöst.“ oder „Ja, der Tag X wird kommen und auch ich werde dann ganz vorne mit dabei sein. Dann werden Köpfe rollen und zwar die Köpfe derer, die als „Volksvertreter“ unsere Kultur vernichten wollen, als auch die Köpfe derer, die meinen sie könnten hier irgendwas erobern“. Die Blogger sind politisch größtenteils eher dort zu verordnen, wo sich auch der Massenmörder Anders Breivik aus Norwegen positionierte. Aber nicht nur der Islam wird als Feindbild propagiert, auch Schwule, Linke und „Ausländer“ im Generellen sind Ziel der Diskriminierung durch unseriöse und polemische Berichte. Zu den Ceska-Morden der Thüringer Neonazis z.B. titelten die PI-News plump „Jetzt geht die Entschuldigeritis los“ oder es wurde sich darüber beschwert, das der unsägliche Begriff „Dönermorde“ von einigen als rassistisch bezeichnet wurde. Mitgefühl für die Opfer brachte hingegen niemand auf. Es waren eben keine „Blutsdeutschen“.

Kundgebung PI BPE

Eva Kahlmann auf der Kundgebung von PI-News und Pax Europa

emil als versammlungsleiter pi bpe kundgebung

Emil Kahlmann als Versammlungleiter

Kahlmann ist nicht nur bei der PI-Gruppe Rhein-Neckar federführend, sondern auch bei Pax Europa. Sie führte unter anderem eine Kundgebung am Mannheimer Paradeplatz mit durch, bei der ihr ebenfalls rassistisch hetzender Sohn Emil Kahlmann als Versammlungsleiter und Moderator fungierte und auch ihr Partner Norbert Voll anwesend war. Dort trat auch der ultrarechte Redner Karl-Michael Merkle (Michael Mannheimer) auf, der den bewaffneten Kampf gegen den Islam als Bürgerpflicht propagiert und „Feinde Deutschlands“ namentlich auf seiner Homepage diskreditierte. Auch Eva Kahlmann versucht immer wieder politische Gegner einzuschüchtern, so fotografiert sie Gegendemonstrant_innen und schickt die Fotos an ihre rechten Freunde, wie z.B. bei einer Sarrazin-Kundgebung in Heidelberg und einer Demonstration gegen Abschiebung in Mannheim.

Eva Kahlmann betreut inzwischen die Facebook-Seite des AfD Bundesverbandes und wird als Assistentin von Bernd Lucke im Europaparlament genannt.  Auch ihr Partner Norbert Voll, ehemals Ansprechparter für „Die Freiheit“ ist inzwischen AfD-Mitglied.

Norbert Voll

Norbert Voll

kölmel post

 Quellen:
https://linksunten.indymedia.org/de/node/97076
https://linksunten.indymedia.org/it/node/56663
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.alternative-fuer-deutschland-afd-geht-gegen-rechte-in-den-eigenen-reihen-vor.5430f642-e004-4b82-8c22-f1545b712a23.html
http://www.scharf-links.de/46.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=30712&cHash=3d4a5a1b25
https://www.facebook.com/BerndKoelmelMdEP
http://www.europarl.europa.eu/meps/de/assistants.html?letter=K&type=L&searchType=A&assistantName=

Jens Eckleben

ecklebenJens Eckleben ist Gründungsmitglied der AfD Hamburg, Bezirksvorsitzender Hamburg-Nord und Kandidat für die Hamburger Bürgerschaftswahl am 15.02.2015.

Eckleben war Landesvorsitzender der kulturrassistischen Partei „Die Freiheit“, welche unter ihm gegen „poli­tische Islamisierung« Deutschlands“, den „EU-Einheitsstaat“ und die Einwanderungs- und Asylpo­litik wetterte. Als Begründung, er sei kein Rassist, führte Eckleben einmal an: „Ich habe Muslime als Freunde, die haben sich aber integriert und arbeiten“, um gleich darauf vor einer Islamisierung unter dem „Deckmantel der Religionsfreiheit“ zu warnen. Die Einwanderung habe sich nach dem Arbeitsmarkt zu richten. Wer nur Asyl beantrage, weil er hier besser leben wolle, sei unerwünscht.

Im Februar 2013 trat Eckleben als Landesbeauftragter der Wahlalternative (WA) in Erscheinung und lud als Landeskoordinator zur Gründung des Hamburger Landesverbandes der AfD ein. Mit ihm fanden auch der ehemalige stv. Vorsitzende der „Freiheit“ (Jan Luchterhand) und der ehemalige Landesschatzmeister der „Freiheit“ (Arno Willemer, zurzeit AfD-Bezirkskandidat in Altona) ihren Platz in der AfD.

In seinem ersten Jahr war Eckleben sehr aktiv in der AfD. Er managte den Wahlkampf, besetzte mehrere Posten und administrierte die offizielle Facebookseite der AfD Hamburg. Der Landesvorstand lehnte es aus wahltaktischen Gründen ab, Mitglieder im Hinblick auf ihre Einstellung zu „Grundgesetz, Weltoffenheit und Ausländerfeindlichkeit“ zu überprüfen. Landeschef Jörn Kruse sah keine rechtspopulistischen Mitglieder und auch keine konkreten Hinweise für Parteimitglieder, die mit ihrer Politik am rechten Rand fischen würden. Erst  nachdem der schon als Bundestagskandidat nominierte Hamburger Sigrud Greiner im Mai 2013 die Partei verließ, weil Parteimitglieder wie Eckleben „von der Parteiführung ungehindert islamkritische oder andere […] am rechten Rand fischende Blog-Einträge verfassen“ stimmte der Landesvorstand im Septemer 2013 für einen Antrag beim Parteischiedsgericht, nach dem Eckleben für die Dauer von zwei Jahren die Fähigkeit aberkannt werden sollte, ein Parteiamt zu bekleiden.

Rundbrief

Auszug aus dem Rundbrief

Unter Protest von AfD-Mitgliedern wie Tatjana Festerling (bekannt als HoGeSa-Untertstützerin) wurde Eckleben das Management der offiziellen Facebookseite entzogen. Festerling schrieb damals: „Heisst das, dass wir auf der Facebook-Seite Hamburg zukünftig die gleiche, psychopathische Hetz-Propaganda des LaVo gegen Rechts bzw. gegen dich persönlich, Jens Eckleben lesen, die uns schon im Rundbrief zugemutet wurde?“.

Auf dem YouTube-Kanal von Eckleben findet man „Historisches Liedgut aus dem 19. Jahrhundert“ – Interpret: Frank Rennicke (Liedermacher, Schlüsselfigur der rechtsextremen Szene und NPD-Kandidat zur Wahl des Bundespräsidenten), den Soundtrack der „Identitären Bewegung“, Verschwörungstheorien und natürlich Videos der „Freiheit“. In seinem Blog warnte Eckleben immer wieder vor einer Islamisierung Europas, auch mit provozierenden Videos oder Bildern.

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Auch verleugnet Eckleben die unerträgliche Zunahme von fremdenfeindlichen Gewalttaten und sagt „Es gibt den von Ihnen behaupteten starken Anstieg rechtsextremistischer Anschläge und Gewalttaten nicht, sondern das Gegenteil ist der Fall.“ (obwohl selbst der Verfassungsschutz für das Jahr 2013 einen Anstieg von 20% bei Gewalttaten gegen Migranten ermittelte). Eckleben will die staatlichen Mittel im Kampf gegen den Rechtsextremismus reduzieren. Seiner Meinung sollte ein Teil dieses Geldes besser zur Bekämpfung von Linksextremismus eingesetzt werden. Auch die Frage, ob er an der Pegida-Demonstration in Sachsen teilnehmen würde beantwortet Eckleben mit „…JA, wie z.B. Alexander Gauland und auch andere AfD-Mitglieder dies bereits getan haben, ich würde teilnehmen und mit den Menschen sprechen.“

Die Parteispitze hält vermutlich an Eckleben fest, da ihm gute Verbindungen zu hanseatischen „Pfeffersäcken“ nachgesagt werden. So zum Beispiel auch zum Hamburger Reeder Folkard Edler, welcher die AfD mit einem dubiosen Millionenkredit unterstützte. Für diesen Kredit wurde lediglich ein Zinssatz von 2% vereinbart. Auch sehen die Konditionen des Kredites einen Verzicht auf eine Rückzahlung vor, falls die Partei dazu nicht in der Lage sein sollte.

Auch die Verbindung zwischen Eckleben und der Partei „Die Freiheit“ scheint nach wir vor eng. Schaut man sich die Nachrichten des Twitter-Accounts „Die Freiheit Hamburg“ an, so fällt nicht nur auf, dass dort Werbung für die AfD betrieben wird, sondern auch, dass sämtliche Meldungen per Link auf die Posts von Jens Eckleben verweisen.

„Die Freiheit“ bewirbt das AfD Wahlprogramm und verlinkt mit J. Eckleben

Beitrag von J. Eckleben, von der Partei „Freiheit“ übernommen

Quellen:

https://alternative-hamburg.de/bezirke/bezirk-hamburg-nord/
http://de.indymedia.org/2014/05/354063.shtml
http://jungle-world.com/artikel/2011/29/43616.html
http://www.publikative.org/2013/03/19/afd-professorenpartei-als-rechtspopulistische-sammelbewegung/
https://www.taz.de/1/nord/artikel/?dig=2011%2F06%2F30%2Fa0199&
http://www.abendblatt.de/hamburg/article115943067/Hamburger-Mitglied-tritt-aus-Alternative-aus.html
http://www.alternativer-afd-newsletter.com/Russisch-Roulette.pdf
http://www.allmystery.de/themen/pr98768-189
http://six.tweettunnel.com/reverse2.php?textfield=Die_Freiheit_HH
https://www.facebook.com/afd.hamburg/posts/695470067129856

https://www.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fwww.abgeordnetenwatch.de%2Fprofile%2Fjens-eckleben%2Farchive%2F70504&h=qAQEYiOVg
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/21/verfassungsschutz-20-prozent-mehr-fremdenfeindliche-gewalt/

Ralf Herzog

KV-Aschaffenburg_ralf_herzogRalf Herzog ist Beisitzer im Vorstand des AfD Kreisverbandes Unterfranken Nord und Teamleiter Social Media in der Bundesgeschäftsstelle.

Er meldet AfD-kritische Inhalte im Facebook, er meldet fremderstellte Bilder welche in Verbindung mit der AfD gemacht werden mit der Begründung des Urheberrechtes an Facebook. Natürlich kann man dies später klären, aber es macht schon ein wenig Umstände, weil er dies in seiner offiziellen Funktion tätigt. Speziell bei Bildern, welche wir erstellten, hat Facebook uns seinen Namen mit Extrainfos wie Kontakt etc. mitgeteilt. Wie man sieht, ist man bei Facebook nicht immer anonym, wenn man etwas meldet! Schon wenn dies eine Lüge ist!

Des Weiteren relativiert er extremistische Inhalte auf AfD-Seiten und verteidigt auch die Löschungen und schnelle Sperrungen von Kritikern, so wie hier beim Alternative Newsletter.

Er bezeichnete sich selbst in einer PDF zu einer Vorstandswahl als vorbestrafter Steuervermeider.
Auszug: „Als „unglaublichen Skandal“, der geeignet sei, das Vertrauen der Bürger in die Solidität und Ordnungsmäßigkeit der bayerischen Finanzverwaltung zu untergraben, hat der SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Kaiser (Erlenbach) den Fall des Steuerbetrügers Ralph Herzog in einem Schreiben an den bayerischen Finanzminister Erwin Huber (CSU) bezeichnet. Der 36 Jahre alte Aschaffenburger hatte den Fiskus um 37 Millionen Mark betrogen und sich drei Jahre lang mit dem erschwindelten Geld ein schönes Leben gegönnt. Die Quittung für die höchste Steuerhinterziehung, die in Unterfranken …“

Quellen:
http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/RMO/19970822/disziplinarstrafen-im-finanzamt-gef/F19970822BABSTE-100.html
http://www.afdbayern.de/afd-in-bayern/struktur/bezirk-unterfranken/kreisverband-unterfranken-nord/
https://www.facebook.com/ralph.zuhause
http://www.alternativefuer.de/partei/bundesgeschaeftsstelle/
http://freiheitsforum.com/smf/index.php?topic=48946.0