FC-Fans locken AfD-Chef Lucke aus der Reserve

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Dort gepostet am 21. April 2015 um 07:00   /   von Steffen Büttgenbach

 

Es war eine mehr als ungewöhnliche Aktion von Kölner Fans. Auf dem Rückweg im ICE vom Auswärtsspiel in Berlin trafen die FC-Anhänger auf AfD-Chef Bernd Lucke. Sie forderten ihn verbal mit den Worten “Wir wollen keine Nazis hier” dazu auf, den Zug zu verlassen. Dass Bernd Lucke selbstverständlich kein Nazi ist, dürfte jedem klar sein. Er hat allerdings ganz offensichtlich eine rechte politische Gesinnung, denn er betreibt mit seiner AfD eine Politik, die Europa in zwei Lager spaltet. Seine Partei flirtet ganz offen mit der Pegida-Bewegung und äußert sich kritisch wie keine andere über Flüchtlinge. Mit den Anschuldigungen konfrontiert entgegnete Lucke, er sei privat unterwegs.

Dieses Verhalten ist mehr als scheinheilig, denn von einem Berufspolitiker seines Ranges muss man eine gewisse Öffentlichkeit verlangen dürfen, schließlich hat man ihn in einem ICE in Deutschland angetroffen und nicht etwa beim Strandurlaub in Spanien. Für seine Politik wurde er in das Europäische Parlament gewählt und erhält dafür fleißig Abgeordnetenbezüge. Nicht zu vergessen: Auch für seine polarisierenden Talkshow-Auftritte kassiert er fette Gagen. Man darf von einem Politiker verlangen, dass er persönlich integer ist, das heißt, dass er für seine Positionen einsteht, und zwar unabhängig davon, ob er gerade in der Bahn oder in einer Talkshow sitzt. Selbstverständlich muss er sich nicht auf das Niveau herablassen, ernsthaft mit Menschen zu diskutieren, die ihn als Nazi bezeichnen, denn es dürfte klar sein, dass daraus keine sachliche Diskussion entstehen würde. Allerdings hätte genau dies seine Reaktion sein müssen und nicht etwa die Entgegnung, er sei privat unterwegs.

Der AfD-Chef hat durch seine Reaktion in dieser Situation offenkundig werden lassen, dass es für ihn einen Unterschied zwischen dem Berufspolitiker Lucke und der Privatperson Lucke gibt. Dadurch drängt sich der Eindruck auf, dass er als Politiker nur eine Rolle spielt und als Privatperson eigentlich ganz anders denkt, ganz so als hätte er den FC-Fans sagen wollen, er sei privat gar kein Rechter, sondern nur in seiner politischen Rolle. Von einem Politiker seines Ranges darf man aber erwarten, dass sein Denken und sein Handeln übereinstimmen. Die FC-Fans haben mit ihrer Aktion zeigen können, dass es bei Lucke eben nicht so ist und haben ihn dadurch auf eine amüsante Art und Weise demaskiert. Die wundervolle Ironie an der ganzen Geschichte ist, dass Lucke Hilfe bei einem Schaffner mit Migrationshintergrund suchte, genau die Gruppe, die er gerne attackiert und die ihm alles andere als gewogen ist.

Die ganze Sache hatte aber noch einen zweiten schönen Effekt. Die engagierten Fans des 1. FC Köln haben der Öffentlichkeit gezeigt, dass sich auch Fußballfans für das politisch Richtige einsetzen können. Bisher wurden Fans meist rein als gröhlende, biertrinkende und entweder unpolitische oder extremistische Raufbolde beschrieben, Insbesondere das Image der Kölner Fans hat aufgrund der jüngsten Vorkommnisse und der entsprechenden Sanktionen sehr stark gelitten. Umso erfreulicher ist es, dass ein positives Gegenbeispiel publik wurde. Köln ist die Hauptstadt des bunten Rheinlands und Deutschlands Karnevalhochburg. Deshalb hat das Thema der Toleranz gerade in Köln einen hohen Stellenwert und Kampagnen gegen rechte Gewalt wie zum Beispiel “Arsch huh, Zäng ussenander” haben dort großen Erfolg. Es ist schön, dass erstmals auch Kölner Fußballfans aktiv Courage gegen Rechts gezeigt haben. Auch wenn die Aktion, insbesondere die Bezeichnung Luckes als Nazi, etwas über ihr Ziel hinausschoss, so war sie ein starkes Beispiel für ein Engagement gegen Rechts, dem hoffentlich viele andere Menschen folgen werden. Bernd Lucke sollte möglichst von jedem einzelnen persönlich erfahren, dass für seine Politik, die mit Ausländerfeindlichkeit kokettiert, kein Platz in Deutschland ist!

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Adel, Abtreibung, AfD – wtf!

Andreas Kemper

Es fällt auf, dass in der sogenannten „Lebensschutz“-Bewegung der Adel überproportional vertreten ist.
Beatrix von Storch (Europaabgeordnete der AfD) hat im Rahmen der Mobilisierung zum heutigen „Marsch für das Leben“ zusammen mit ihrem Cousin 2. Grades Philip von Preußen einen Einstimmungsvortrag gehalten. Philip von Preußen ist Pastor, Junge Freiheit-Autor und hatte nach dem Wulff-Rücktritt angeregt, die Monarchie wieder einzuführen. Er ist übrigens der Ururenkel von Kaiser Wilhelm II. und wäre jetzt unser aller Kaiser von Gottes Gnaden, wenn es die Monarchie noch gäbe.
Philip von Preußen und Beatrix von Storch haben einen gemeinsamen Cousin ersten Grades, nämlich Paul von Oldenburg.
Adel
Paul von Oldenburg ist unter anderem Mitglied der TFP-Deutschland. TFP setzt sich gegen Gleichheitsvorstellungen ein. Unter anderem heißt es im Hintergrund-Artikel Die Diktatur der Gleichheit – und die katholische Atlernative, in dem das Gleichheitsstreben, der Egalitarismus, als „Hass auf Gott“ bezeichnet wird:

4. Gleichheit in…

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Joachim Starbatty

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Prof. Dr. Dr.h.c. Joachim Starbatty (*9. Mai 1940 in Düsseldorf), emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre mit wirtschaftsliberalen Vorstellungen sowie Kritiker von Euro und EU. Starbatty ist Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft und Europaabgeordneter der Alternative für Deutschland (AfD). Er klagte vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Einführung des Euro, gegen den Lissabon-Vertrag, gegen den ESM-Vertrag und die Staatsanleihekäufe der Europäischen Zentralbank.

In den 1990er Jahren war Starbatty Mitglied und Listenkandidat zur Europawahl der rechtspopulistischen Partei „Bund freier Bürger – Offensive für Deutschland“, die vom Euro-Gegner und Milliardär Baron August von Finck finanziert wurde.

seit 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments für die Alternative für Deutschland (AfD), Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten (AFET) des EU-Parlaments
seit 2013 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Alternative für Deutschland (AfD)
Er gilt als Mitinitiator der AfD
Jenaer Allianz, Mitautor des am 20. Juni 2008 präsentierten Jenaer Aufruf zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft vom 25. Oktober 2012
1994 Kandidatur bei der Europawahl 1994 für den Bund Freier Bürger
seit 1991 Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft
1983-2006 Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der Uni Tübingen
1976 Professor für Wirtschaftspolitik an der Uni Bochum
1975 Habilitation
1969-1972 Wissenschaftlicher Referent bei der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für internationale Wirtschafts- und europäische Währungspolitik
1967 Promotion bei Alfred Müller-Armack
Studium der Volkswirtschaftslehre und Politische Wissenschaften an den Universitäten Freiburg und Köln

Mitglied der Friedrich A. von Hayek – Gesellschaft,
Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung,
Mitglied des Kuratoriums von Open Europe Berlin,
Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen,
Mitglied des Kuratoriums der Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft e.V. (RKW)

Starbatty begrüßt Freihandel wie TTIP und CETA. Die Basis sieht dies anders, daher kam es schon zu heftigen Auseinandersetzungen in der Partei! Marcus Pretzell schrieb deswegen einen offenen Brief an Herrn Starbatty.

Starbatty ist vernetzt mit mit Michael Borchard (Konrad-Adenauer-Stiftung), Uwe Cantner, Andreas Freytag und Rupert Windisch (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Jena), Nils Goldschmidt und Michael Wohlgemuth (Walter Eucken Institut), Gerd Habermann (Die Familienunternehmer – ASU), Martin Wilde (Bund Katholischer Unternehmer), Lars Vogel (Ludwig-Erhard-Stiftung) und Joachim Zweynert (Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut/Wilhelm-Röpke-Institut) Mitautor des 2008 initiierten Jenaer Aufrufs zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft.

Er flirtet schon längere Zeit mit den Rechten! Er schreibt unter Anderen in der Jungen Freiheit, oder er besuchte die Burschenschaft Germania Tübingen, Erlanger Burschenschaft Frankonia (2011) oder die Marburger Burschenschaft Rheinfranken (2013).

Hier ein Vid mit Maybrit Illner: Was ist uns Europa wert (ZDF vom 13.09.2012 1bis5)

Quelle:
https://lobbypedia.de/wiki/Joachim_Starbatty
http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Starbatty
http://www.jenaerallianz.de/
http://www.strukturgesellschaft.de/?loc=home
http://www.openeuropeberlin.de/Page/Startseite/de/LIVE
http://www.ludwig-erhard-stiftung.de/
http://www.hayek.de/
http://www.asm-ev.de/
http://www.alternativefuer.de/
http://alternativefuer.de/wp-content/uploads/2014/03/afd_Europakandidat_Starbatty-Joachim.pdf
http://www.europarl.europa.eu/mepdif/124827_DFI_rev0_DE.pdf
http://www.whoswho.de/bio/august-von-finck-jr.html
http://www.europarl.europa.eu/meps/de/124827/JOACHIM_STARBATTY_home.html
http://www.nachdenkseiten.de/?p=16524
http://www.openeuropeberlin.de/Page/Board/de/LIVE
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/joachim-starbatty-afd-gewinnt-prominenten-euro-gegner/8243636.html
http://bodenseebilder.lima-city.de/alt/joachim_starbatty.html
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/tuebinger-wirtschaftsprofessor-starbatty-zieht-als-afd-abgeordneter-nach-bruessel-12959290.html
http://www.welt.de/politik/deutschland/article133530458/Freihandel-reisst-tiefe-Graeben-in-der-AfD-auf.html
http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/rechte-burschenschaften-werben-fuer-die-afd-a-930171.html
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-10/burschenschaften-afd
http://www.deutschlandfunk.de/kandidatensuche-afd-ringt-um-ausrichtung-bei-europawahl.862.de.html?dram:article_id=274164