Dumm, dümmer, Michael Klein

Von Max / AfD-Watch Team

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Es ist zum Totlachen: Der rechte Blogger Michael Klein hat nach unserem Artikel eine trotzige geistige Bruchlandung hingelegt. Sofort stellte sich uns die Frage: Warum präsentiert die deutsche Rechte ihren Irrationalismus immer und immer wieder ungefragt wie auf dem Silbertablett? Warum versucht sie nicht wenigstens den oberflächlichen Eindruck zu erwecken, dass sie nicht vollkommen wahnsinnig ist? Man weiß es nicht. Was aber jeder halbwegs klar denkende Mensch weiß, ist, dass Individuen wie Michael Klein innerhalb einer politischen Debatte keinesfalls satisfaktionsfähig sind. Weil sie keine Argumente haben und nie wirklich auf vorliegende Inhalte eingehen, flüchten sie sich in die Regression und greifen auf die groteskesten Vergleiche zurück, meist also irgendwas mit „Rotfaschisten“ oder „rote SA“, man kennt das Prozedere ja bis zum Erbrechen aus der PI-News-Kloake.

Dieses Mal aber holt der geistig offenbar dreijährige Michael Klein zum ultimativen Gegenschlag aus: Wir seien Richter und Möchtegern-Henker, Auschwitzbetreiber Adolf Eichmann, Faschisten, Paranoide und Psychotiker in Personalunion, um nur einige seiner liebevoll für uns ausgesuchten Bezeichnungen zu nennen. Welche typische von hysterischen Rechten abgenudelte Beschimpfung fehlt also noch? Genau, es ist der „Blockwart“, der als politische Metapher bereits Ende letzten Jahres von einem anderen Rechten namens Michael Klonovsky mehrfach angestrengt und dann umgehend auf Christoph Giesa angewandt wurde. Der wiederum hatte damals lediglich gewagt, den auf Irrwegen wandelnden Klonovsky zu kritisieren. Da beide Michaels typischerweise aber nicht mit Kritik umgehen können, kommt reflexhaft das übliche Rumpelgestilze, das Gezappel und Gequieke. Inhaltlich werden wir auf Herrn Kleins irrationale Beschimpfungen nicht mehr eingehen, da sie wegen ihrer Absurdität keiner würdigen Bewertung mehr zugänglich sind.

Abgesehen davon haben es jedoch noch andere Abschnitte seines Artikels wirklich in sich, wobei auch die Kommentare nicht zu vernachlässigen sind. Nachfolgend geben wir hierzu ein paar aufgelistete Beispiele und erläutern diese dann kurz:

a) Klein schreibt und lügt gleichzeitig, indem er sophistisch ausführt, dass er ja noch nie Werbeträger des KOPP-Verlages gewesen sei und bezieht dabei die Werbeträgerei auf seine Hemden und Jacken als entsprechende Werbeflächen. Schön für ihn, nur war unsererseits primär explizit nicht von irgendwelchen Textilien die Rede, sondern (wie exakt im Ausgangstext artikuliert) von KOPP-Werbeanzeigen auf seinem eigenen Blog. Wie das damals aussah, dokumentierten wie ja schon innerhalb unseres heutigen Facebookposts. Warum scharwenzelt Klein so peinlich um diese Realität herum? Ist ihm diese Wahrheit unangenehm? Sicherlich zu Recht, denn der KOPP-Verlag ist der mit Abstand schwachsinnigste (weil irrational und rechtsesoterisch) Großverlag in Deutschland. Jede aufgeweckte Person im seriösen Wissenschaftsbetrieb weiß das und alleine schon deshalb (es gibt aber noch viele andere Gründe) ist JEDER „wissenschaftliche“ Inhalt der Marke Klein mit größter Vorsicht zu genießen und sowieso nicht glaubwürdig. Im Übrigen können hier gewisse Richtlinien zur Orientierung weiterhelfen: Bei Weitem nicht alle Fünfzigjährige mit eigenen und allgemein anerkannten wissenschaftlichen Publikationen sind automatisch tolle Wissenschaftler und / oder Herausgeber bahnbrechender wissenschaftlicher Interpretationen; ABER alle fünfzigjährigen Ex-Studenten, deren größte Errungenschaft eine niemals veröffentlichte Schrift (in Zusammenarbeit mit irgendeinem Ex-Bundesrichter) darstellen soll, sind ob ihrer evidenten Nichtleistung in der Zwischenzeit mit Sicherheit keine ernstzunehmenden „Wissenschaftler“; es sind, sofern man denn sorgfältiger Weise gewisse Blog-Aktivitäten hinzurechnet, klassische Afterwissenschaftler ohne anerkannte Lobby. Weil sie das genau wissen, leider aber aufgrund ihres Narzissmus` auch nicht von der Ruhm versprechenden Wissenschafts-Illusion lassen können (Klickzahlen?), saugen sich diese bedauernswerten Versager wie Schröpfgläser am und im Afterbereich der „Wissenschaften“ fest, wo sie fortan ein Dasein als (meist rechte) Agitatoren fristen. Nachdem es jedoch genügend Dumme gibt, die auf solche Finten hereinfallen, scheint über diesen Gruselzonen eine Art Ewigkeitsgarantie zu schweben: Entweder zwei Zellen sterben ab und vier kommen nach oder eine stirbt einfach nie und hält sich über ungezählte Jahre. Michael Klein hat schon vier davon überlebt.

b) Michael Klein will sich nicht in England verortet wissen, seinem Änderungswunsch kommen wir diesbezüglich sehr gerne nach. Demnach wohnt er also nicht mehr wie früher (oder war unsere Quelle aus Männerrechtler-Datenbanken ganz falsch?) in dem kleinen englischen Städtchen namens Odiham, sondern mittlerweile in Wales, wobei uns die genaue Adresse natürlich vorliegt. Was das Witzige an Kleins KLEINlicher Rechthaberei ist, lest ihr unter c).

c) Die unkritische bildhafte Veröffentlichung von Adolf Eichmann in Kombination mit dem (auf diese Kombination kommt`s hier nämlich an!) bekannten SS-Totenkopf unterliegt gemäß der deutschen Rechtsprechung einer unverbrüchlichen Strafbarkeit. Warum also begeht Michael Klein hier eine solch schwere Straftat – hat er nun völlig den Verstand verloren? Das ist nicht ganz klar, es könnte auch die blanke Ignoranz sein. Wie diese drei Links belegen (|Link 1|Link 2|Link 3|), wird jener Paragraph de jure mittlerweile bezüglich seiner entschuldigenden Ausnahmen so streng ausgelegt, dass Michael Kleins neckisches Eichmann-Zwischenspiel in jedem Fall von einer Strafbarkeit erfasst wird. Erstens, weil auch von Wikipedia abgezwackte Bildchen sehr leicht zweckentfremdet werden können und zweitens dann im Anschluss durch das Nichtvorhandensein eines glasklaren Willens zur Aufklärung oder aber zur Satire eine Perversion des Bildes selbst stattfindet. Wenn Klein posaunt, dass er uns bei der „Bundesstaatsanwaltschaft“ (Straftatbestand?) aka Range-Behörde angezeigt hätte, war ihm dann klar, dass er de jure in Sachen des Polizisten Karsten Mende überhaupt gar nicht anzeigeberechtigt ist? Weiß er nicht, dass Herr Mende das nur selber tun kann und auch dann nur im Rahmen eines Strafantrages und nicht in dem einer Strafanzeige? Und hätte eine solche Aktion dann jemals Erfolg? All das wirkt vor dem Hintergrund der Eichmann-Posse wie ein kleines Kasperletheater. Klar ist nur: Wenn Michael Klein nicht noch heute das Eichmann-Bild zensiert bzw. sein Pamphlet ganz davon befreit, setzt`s `ne Strafanzeige, die sich gewaschen hat. Die Veröffentlichung erfolgt dann über AfD-Watch.

d) Karsten Mende behauptet, dass er nicht Karsten Mende sei, zumindest nicht jener, den wir im Ausgangstext mehrfach erwähnt hatten. Rein „zufällig“ gibt es also zwei sehr rechte Karsten Mendes, die beide glühende PEGIDA-Anhänger sind und „zufällig“ zur gleichen Zeit im Internet an die Oberfläche gespült werden, jedoch keinesfalls etwas miteinander zu tun haben und auch nicht eine Person mit verschiedenen Identitäten darstellen. Klar, wenn man das alles glaubt und auch davon überzeugt ist, dass der zweite Karsten Mende wie ein Salafist mit Mini-Bärtchen aussieht (Facebook), dann kann es sich nur um einen ganz fürchterlichen Irrtum handeln – muss man aber nicht.

e) Karsten Mende wurde von uns zu Recht wegen seiner wirklich völlig unwissenschaftlichen Schwulenhetze (da gab`s doch mal was zum Thema……) kritisiert. Seine wirren Hass-Kommentare sind bar jeder Kenntnis zum Thema Homosexualität und wurzeln in reinem, ekligen Volksempfinden (auch „gesunder Menschenverstand“) genannt. Michael Klein geht kein Stückchen auf Mendes skandalöses Gebrabbel ein, sondern bügelt – wieder einmal – jede Kritik mit seinem für ihn typischen Verweis auf vermeintliche und sogenannte wissenschaftliche Erkenntnisse weg.

f) Zum jetzigen Zeitpunkt zeigt Michael Kleins Artikel mit dem Eichmann-Bild de facto vierzehn verschiedene Bemerkungen in der Kommentarspalte an. Diese sind von unterschiedlichen Usern, wobei sich manche wiederholt äußern und drei separate User schlicht offen erkennbare Nazis sind, sonstige Rechte nicht mitgezählt – ihre Namen: „DIVISION C 18“ (18 wie immer für „Adolf Hitler“), „Florian Geyer“, der z.B. darauf hinweist, dass der Vergleich eine Beleidigung für Adolf Eichmann wäre und zu guter Letzt ein User namens „kopfschuss911“, der oder die den Nationalsozialismus gut findet und in diesem Zusammenhang gleich dessen gegenwärtig negative Semantik beklagt. Klickt man auf diesen Nickname, springt einem haufenweise bizarr verkitschter Horst Mahler-Dreck und andere Nazipropaganda entgegen; alles garniert mit abermals neckischen Herzchen und esoterischen Verheißungen. Abschließend ist festzustellen, dass speziell diese drei Bemerkungen allesamt überwiegende bzw. sogar mit großem Abstand überwiegende Positiv-Ratings vorzuweisen haben. Dazu muss nicht mehr geschrieben werden.

g) Wer die Betreiber des sogenannten Münkler-Watch-Blogs als Nachwuchs der Stasi betitelt, der darf sich nicht wundern, wenn ihm dafür jegliche politische Bildung abgesprochen wird. „Über`s Ziel hinausschießen“ ist da noch eine mehr als freundliche Ausdrucksweise; die krasse Verharmlosung der vielen DDR-Verbrechen sehr locker in Kauf nehmend, deklariert der Irrationale anonyme Schreiberlinge, die des eventuellen und unfassbaren Verbrechens der Impressums-Umgehung schuldig sind (wo ist eigentlich Kleins Impressum?), als mächtige Geheimdienstagenten, die einen jederzeit zum Mord an Unschuldigen bereiten Unrechtsstaat im Rücken haben. Auch so funktioniert deutscher Geschichtsrevisionismus. Schöne neue Welt!

Das nächste Mal gibt`s von uns eine kleine Analyse zu Münklers Watchern, mit denen Michael Klein uns zusammen auf ein Faschismus-Tandem platzieren will.

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Reichsjuristen: Der Volksgerichtshof tagt!

originalVon Florian Sailer

Ich beziehe mich auf folgende Artikel, daher bitte vorher lesen:
http://www.theeuropean.de/heinrich-schmitz/10058-prozess-um-ehemaligen-ss-mann-oskar-groening
http://www.stern.de/panorama/gedenkfeier-kz-ravensbrueck-plastik-fuer-ueberlebende-porzellan-fuer-prominente-2189705.html

Euskirchen. Die kleine Kammer des Volksgerichtshofes tagt. Es erscheinen: Der Präsident Heinrich Schmitz, der erste Beisitzer Stefan Hartmann, der zweite Beisitzer Christoph von Gallera, der dritte Beisitzer Michael Hendl und für das Protokoll Katja Piontek – Hübner. Gegenstand der heutigen geheimen Reichs- und Amnestiesache:
SS Gröning – Auschwitz / 2014.

Es ist Mittagszeit, nach einer längeren Pause kehrt zuerst die Nebenklage wieder in den geräumigen Gerichtssaal zurück. Das in der Zwischenzeit eingenommene Essen liegt den NebenklägerInnen noch sehr schwer im Magen, ein schaler Plastikgeschmack breitet sich im Nachhinein in deren Mundhöhlen aus; kein Wunder, hatte man doch vorhin noch aus ebensolchen Plastiknäpfen speisen müssen. Zwei bereits sehr betagte Damen der Nebenklage erscheinen jetzt ohne ihre Jacketts, denn diese wurden beim vorangegangenen Essen durch unstabile und somit zerbrechliche Plastiklöffel besudelt. Der Saal füllt sich immer mehr, die Leute nehmen langsam platz, es ist fast still. Aus dem den Saal angeschlossenen Richterzimmer ist beständiges Klappern zu hören, die vier hohen Herren ließen sich feinstes Kalbsfilet aus der Gerichtskantine in ihren Arbeitsbereich bringen, natürlich wird auch nur von erlesenem Porzellangeschirr und mit teuerstem Silberbesteck getafelt – man gönnt sich ja sonst nichts. Für die Nebenklage gab es billiges Gulasch aus der Konserve. Gestern erst bei REWE gesehen: „Szegediner Wochen, kauf` drei, zahl` nur für zwei!“ Wer kann da schon widerstehen?

Nach weiteren fünfzehn Minuten des Wartens kommen die hohen Herren Richter endlich wieder in den Saal zurück. Sie setzen sich, Stühle knarzen, der Gerichtspräsident versucht seine wallende Robe aus dunkelrotem Samt unter dem Kirschholztisch zu verzurren, seine Kopfbedeckung wird auf der auf dem Tisch stehenden Bronzebüste von Opa Freisler abgelegt. Es geht los. Schmitz: „Nach nunmehr 29 ganzen Verhandlungstagen kommt das Gericht im Namen des Völkischen zu dem folgenden Urteil: Der Angeklagte SS – Unterscharführer Oskar Gröning wird freigesprochen, seine gesamten Kosten verfallen dem Reich! (Anmerkung der Redaktion: Weil fast alle Beteiligten Greise und Greisinnen sind, entschied sich der hochwohlgeborene Präsident gnädiger Weise für einen für alle Anwesende geltenden ständigen Sitzmodus). Zur Begründung: Der im Jahre 1921 geborene Angeklagte war nach der Meinung der Staatsanwaltschaft der dreihunderttausendfachen mittäterschaftlichen Ermordung von Insassen des KZ`s Auschwitz schuldig. Diese Ansicht teilt der völkische Gerichtshof nicht und weist sie vollumfänglich zurück. Nachdem sich der nunmehr Freigesprochene im Jahre 1942 freiwillig zur SS und zum Arbeitsdienst im Vern…. ähhh…. Versorgungslager Auschwitz gemeldet hatte, wurde er aufgrund seiner beruflichen Vorerfahrungen im Bankenwesen zur Verwaltung der von den Insassen gerau….. ähhh….. geborgten Besitztümer herangezogen, also eben zur Verwaltung von Geld, Kleidung und sonstigen mitgeführten Gegenständen.

In den zwei Jahren von Grönings Arbeitsaufenthalt in Auschwitz verschwanden dann plötzlich über 300.000 Insassen spurlos und kamen nicht mehr wieder. Wohin? Ach, das weiß ja eigentlich keiner so genau. Manche sagen, man hätte sie einfach allesamt kaltblütigst erm***** und danach dann ver****** , aber das sind doch hässliche Dinge, so etwas sagt man doch einfach nicht. Nein, nein, es muss in Wahrheit ganz anders gewesen sein; und selbst wenn nicht: Dann ist es doch so, dass der untere Handlanger ja eigentlich nur einen Befehl von einem übergeordneten Handlanger ausführte, der selbst dann wiederum von einem noch höheren……..Na und der Führer hat sich doch dann in seinem Bunker umg******* , also wer war verantwortlich?! Irgendwie keiner. Und selbst wenn doch: Dann war Befehlsnotstand! Oder es war verjährt! Gleich vierfach! Und wenn es das nicht war, dann war es einfach kein Mord! Und überhaupt (Schmitz schreit): Irgendwann muss man doch endlich auch mal einen SchluSSstrich ziehen dürfen, diese rachsüchtigen Juden, die uns das Ganze noch nach siebzig Jahren nachtragen müssen. Wir haben uns, gnädig wie wir sind, schon längst selbst vergeben, nämlich gleich zum 08.05.1945! Und das müsst ihr Juden jetzt endlich auch einmal tun. (Zu Gröning): Oskar, du warst damals doch fast noch ein Baby, erst 21 Jahre alt. Du wusstest gar nicht was du tust, kanntest die Zusammenhänge nicht, warst selbst armes Opfer. (Zu den anderen Anwesenden): Und wer mich jetzt hierfür missversteht und kritisiert, der oder die tut das absichtlich und will mir Böses!

– DIE SITZUNG IST GESCHLOSSEN! –

Alles Satire und dumme Phantasie? Nein, Realität. Der Euskirchener Rechtsanwalt für Strafrecht Heinrich Schmitz, wir hatten hier zuvor schon zweifach von und über ihn berichtet, glänzte am 25.04.2015 auf seiner Facebookseite und in seiner am gleichen Tag beim „European“ erschienenen Rechtskolumne mit pseudo – juristischem Geschichtsrevisionismus und antisemitischen Klischees, die auch seine begeisterten AnhängerInnen entsprechend abzuspielen wussten. Der Artikel „Spät. Zu spät?“ spielt gezielt mit antisemitischen Codes und Andeutungen, die, erst einmal in Umlauf gebracht, selbstverständlich auch „angemessen“ aufgefasst und wiedergegeben werden. So greift ein gewisser Christoph von Gallera diese antisemitische Täter – Opfer – Umkehr zum Beispiel vertiefend so auf (Ausschnitt aus Schmitz` FB – Chronik): „Speziell der aktuelle Prozess gegen den 93-jährigen KZ-Buchhalter offenbart noch etwas anderes: Die Abwesenheit jeglicher Kultur des vergeben Könnens (Anmerkung der Redaktion: Die direkten Nachkommen der Täter werfen also den direkten Opfern, also Holocaust – Überlebenden, eine kulturlose Rachsucht vor. Diese schwer antisemitische Legende ist so alt, dass schon die Ägypter vor dem Auszug der Juden in Richtung des gelobten Landes darüber getuschelt haben müssen) und des Gnade gewährens. Eigentlich eine urchristliche Tugend. Aber vermutlich in einer Zeit, in der es modern und „cool“ ist, mit seinem Atheistentum, seinem Heidentum oder speziell seinem „Gegen-die-Kirche-eingestellt-sein“ zu kokettieren, vermutlich etwas aus dem Blickfeld geraten.

Was eher inzwischen zu gelten scheint, ist das Prinzip des Auge um Auge, Zahn um Zahn. (Wieder typisch antisemitisch). Ich weiß nicht, ob ich diese Entwicklung gut finde. Denn diese Einstellung führt irgendwann wieder zu einer neuen Eskalation. Mit Gerechtigkeit hat dies alles nichts zu tun. Die Toten werden davon nicht mehr lebendig und am Ende triumphiert damit der Ungeist der NS-Ideologie. So dass man sagen muss: Hitler hat doch noch gesiegt. Furchtbar!“ (Zum Zeitpunkt des uns vorliegenden Screenshots hatte dieser antisemitische Kommentar bereits kurz nach seiner Veröffentlichung drei Likes).

Christian Unger schreibt mit Germanwings – Trauerschleifchen im Profilbild: „Im Großen und Ganzen hätte die SS dort nicht weiter machen können, wenn sie niemand mit Nahrung versorgt. Die Nahrung muss aber erst mal auch produziert werden. (Absatz.) Die Kausalitätskette so weit aufzubauen ist Irrsinn. Dann kann man letztlich auch den Autohersteller beschuldigen, der das Auto zu einer Amokfahrt hergestellt hat…..“ Ein besonders dummer, wenn auch ebenso typischer und häufig angewandter Entschuldungsversuch: Weil die damaligen Mörder bzw. Täter in ihrer Funktion als SS – Männer als solche betrachtet zweifellos schuldig waren, wird der Diskussionsrahmen gezielt ins Clowneske / Lächerliche hinein erweitert, damit am Ende alles zusammen wie in einem großen Topf verschwurbelt, relativiert und somit aus dem vom Antisemiten als gefährlich erachteten Bereich der Schuld herausgerührt wird. So wird Auschwitz zum Werksfehler / zur Geisterfahrt. Eine widerliche Dynamik. Aber es geht noch weiter. Ute Saliter – Schätzl schreibt: „Er war 22. Er ist politisch von Geburt an (Gröning wurde 1921 geboren, nicht 1933!) indoktriniert worden. Und wir können jetzt schlau daher reden. Was tun wir denn gegen das Morden in der Welt? Wir Deutschen sind Weltmeister im Waffen liefern. Wir unterstützen damit die Mörderregime dieser Welt.“ Radikaler Relativismus, Geschichtsrevisionismus und die oben genannte Verschwurbelungsmethode auf dem Niveau von „KEN FM“ sind die einzigen Beschreibungen, die uns noch zu einem derartigen Kommentar einfallen können. Heinrich Schmitz gefällt das, Like und so. Auch Stefan Hartmann möchte gerne noch seinen Senf dazu abgeben: „Ehemaliger SS-Mann Oskar Gröning nötigt Respekt ab – war wohl auch Opfer der schrecklichen Zeit.“ Ohne Worte.

Was also bleibt nach diesem nur relativ „kleinen“ Ausschnitt an gruseligen Kommentaren zur Sache, was wollte Rechtsanwalt Schmitz mit seiner neuen Kolumnenausgabe genau erreichen und welche Dynamik finden wir hier vor? Es geht darum, dass (wieder einmal) zwei eherne Gesetze (juristisch und historisch) umgedeutet bzw. revisioniert werden sollen: Das erste juristische Gesetz betrifft die Unverjährbarkeit des Mordes als Straftatbestand des deutschen Strafgesetzbuches. Diese sich aus unzähligen sich wiederholenden Debatten der Bonner Republik ableitende Gesetzmäßigkeit musste in harten inner- und außerparlamentarischen Kämpfen gegen den zum Teil brutalen Widerstand von alten Naziseilschaften / reaktionären Kräften im damals noch jungen System der Bundesrepublik errungen werden. Erst 34 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde schlussendlich die permanente Unverjährbarkeit der Naziverbrechen erreicht und zumindest formal dauerhaft strafrechtlich verfolgbar gemacht. Da aber Rechtsextreme und sonstige Reaktionäre zumindest dies nicht erfolgreich verhindern konnten, versuchen sie die Folgen der Gesetzesreform von 1979 umzudeuten; einerseits mit einem absichtlich verdrehten und pervertierten Rückwirkungsverbot, welches die Reform angeblich juristisch ungültig mache und andererseits mit schlichten Manipulationen, mittels derer NaziverbrecherInnen bis heute von dem als verheerend erachteten Mordbereich in den Totschlagsbereich gelogen werden sollen. Die Folge: Freispruch oder aber lächerlich geringe Freiheitsstrafen, meist auf Bewährung. Die gleiche Diskussionsdynamik erleben wir gerade von Seiten des Herrn Schmitz im Fall Oskar Gröning. Das zweite Gesetz aber betrifft unsere Geschichte und zwar dergestalt, dass es keine guten Nazis gab, schon gar nicht in der SS – Mörderbande.

Offenbar sind diese Tatsachen auch im siebzigsten Jahr nach dem Ende des deutschen Faschismus nach wie vor für viele Menschen so unerträglich, dass sie ständig „deuteln“. Die Unfähigkeit, (historische) Tatsachen nicht mehr zu widerlegen, ja verändern zu können, lässt sie in die Welt der Lüge und des Irrationalismus` abdriften, manche gar ganz in die Welt des Wahnsinns (Horst Mahler, Ernst Zündel, etc. pp.). In persönlichen Krisenzeiten und ganz besonders in Zeiten der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrisen ist diese gefährliche Dynamik regelrecht nicht zu verhindern, gerade zur Zeit scheint sie an allen Ecken und Enden der Gesellschaft herauszubrechen und wieder hochzuwabern.

Fakten aber interessieren diese Leute nicht. Ihnen ist egal, dass Gröning wie so viele andere auch der SS freiwillig(!) beitrat, ihnen ist egal, dass er längst ein junger volljähriger Mann war, es scheint wurscht zu sein, dass die SS die schlimmste Mord- und Raubmordorganisation aller Zeiten war, sie wollen nicht wissen, dass die erbarmungslose Mordmaschine Auschwitz 1.200.000 Menschen umbrachte und keiner(!) der vermeintlich „kleinen“ Helfer und Helfershelfer „unschuldig“ , nur ein „Zahnrädchen“ oder gar selbst ein „Opfer“ war. Sie wollen am Ende nur eine im Bereich des mehr oder weniger Unterschwelligen köchelnden Aussage umgesetzt wissen: „Was damals Rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein!“ Doch, ist es.

Quellen:
1. http://de.wikipedia.org/wiki/Filbinger-Aff%C3%A4re
2. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/kz-ravensbrueck-kritik-an-organisatoren-der-gedenkfeier-a-1030583.html
3. http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Auschwitz
4. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/auschwitz-prozess-oskar-groening-ist-ein-mordgehilfe-kommentar-a-1030318.html
5. http://www.zeit.de/gesellschaft/2015-04/auschwitz-prozess-kz-oskar-groening
6. http://www.sueddeutsche.de/politik/gestaendnis-von-oskar-groening-neuer-akzent-in-der-ns-aufarbeitung-1.2446373
7. http://www.sueddeutsche.de/politik/auschwitz-prozess-gegen-oskar-groening-warum-greise-vor-gericht-gehoeren-1.2443215
8. http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Geiger_%28Richter%29
9. http://www.hagalil.com/judentum/rabbiner/bollag.htm
10. https://books.google.de/books
11. http://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37962/sekundaerer-antisemitimus?p=all
12. http://www.heise.de/tp/artikel/12/12893/1.html
13. http://de.wikipedia.org/wiki/Auge_f%C3%BCr_Auge
14. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-04/auschwitz-prozess-oskar-groening-aussage-verhandlungstag-drei
15. http://www.wdr5.de/sendungen/echodestages/auschwitz-prozess-groening-102.html
16. https://www.facebook.com/heinrich.schmitz?fref=ts
17. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_volksgerichtshof_tagt1
18. https://de.wikipedia.org/wiki/Verjährungsdebatte

„Die Auflösung Deutschlands wird jetzt beendet.“ Höcke-Putsch? JA marschiert?

Andreas Kemper

Angela Merkel hatte in ihrer Neujahresansprache vor der Pegida-Bewegung gewarnt.

Diese Kritik rief die AfD auf den Plan. Wie zuvor Gauland kritisierte auch Lucke die sogenannten „Altparteien“ für deren Kritk an Pegida. In AfD-Kreisen ist die Pegida-Bewegung sehr beliebt. 71 Prozent der AfD-Wähler*innen halten die Pegida-Demonstrationen für gerechtfertigt. Da es aktuell einen harten Machtkampf im Vorstand der AfD gibt, müssen sich die AfD-Vorständler*innen natürlich in ihrer Empörung über Merkel überbieten.

Und auch Björn Höcke, der Landeschef der AfD Thüringen, ließ sich nicht lumpen. Vor wenigen Tagen hatte er in einem Interview mit der Zeitschrift der Neuen Rechten, Sezession, angemahnt, die Pegida-Bewegung dürfe sich nicht pauschal für „sexuelle Selbstbestimmung“ aussprechen, außerdem müsse sie berücksichtigen, dass das Abendland neben christlich-jüdischen auch antike und germanische Wurzeln habe.

Nun legte er noch einmal nach:

Die Deutschen seien ein „gutes und barmherziges Volk“, ließ er sich auf der Website der AfD Thüringen zitieren, die Pegida-Bewegung…

Ursprünglichen Post anzeigen 331 weitere Wörter

Heidrun Jakobs

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Die Vize-Vorsitzende des AfD-Landesverbandes Rheinland-Pfalz fragte auf Facebook bezüglich der Kritik des Simon-Wiesenthal-Centers an dem Verleger Jakob Augstein, ob dies die „Anfänge eines jüdischen Nationalsozialismus“ seien. Deshalb: Herr Sarrazin, halten Sie durch! […] Scheren Sie sich nicht um Herrn Friedman, der keine Gelegenheit auslässt, einem anderen schon dann Antisemitismus zu unterstellen, wenn man schon nur das Wort „Jude“ ausspricht.
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Heidrun Jakobs weiter: Scheren Sie sich auch nicht um den Bundesvorsitzenden der Türkischen Gemeinde, Kenan Kolat, der Ihnen „intellektuellen Rassismus“ vorwirft. Gerade Herr Kolat wäre gut beraten, sich zuerst einmal für die Menschenrechte in seiner Heimat einzusetzen. Da hätte er glaube ich, schon genug zu tun. Also Herr Sarrazin: Jetzt erst Recht! (Anmerkung: Kenan Kolat kam wegen des Militärputsches in der Türkei 1980 nach Deutschland, lebt also seit über 30 Jahren hier und hat die deutsche Staatsbürgerschaft.)

Heidrun Jakobs zum BVerG-Urteil Adoptionsrecht für gleichgeschlechtlicher Partnerschaften: wobei schon jeder Jurastudent im 1. Semester lernt, dass der Schutzbereich von Artikel 3 GG nur berührt ist, wenn entweder Gleiches ungleich oder Ungleiches gleich oder Ungleiches in unangemessener Weise ungleich behandelt wird. […] Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 19.02.2013 setzt sich damit schon über die natürliche Gegebenheit der Geschlechtertrennung hinweg. […] Eine Ehe zwischen Mann und Frau als Ursprung der Familie ist nun einmal nicht gleich einer Partnergemeinschaft zwischen Gleichgeschlechtlichen.
[…] Doch was kommt als nächstes, fragt man sich da? Täterschutz vor Opferschutz, wie auch schon im Fall Gaefgen entschieden wurde oder wird zukünftig gar der Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch gegenüber dem Recht auf freie sexuelle Selbstbestimmung von Pädophilen zurück treten müssen, … Es ist noch nie da gewesen, dass sich ein Präsident des Bundesverfassungsgerichts öffentlich derart zum Hüter von Minderheitenrechten aufspielt […] Die Demokratie lebt nun einmal von der Mehrheit und nicht von der Minderheit.

 Auch findet man in ihrem Blog eine Pro Einschätzung zur HOGESA mit Verweis auf Tatjana Festerling und auf KOPP Verlag. Des Weiteren meckert sie um den Verlust der Meinungsfreiheit, weil ihre AfDler nicht volksverhetzendes mehr sagen dürfen. Natürlich spielt hier auch das Gefühl der Wutbürger hinein, wo ein Veröffentlichen von rassistischen oder unsozialen Material vom Volk nicht geduldet wird, bzw. dass es verurteilt wird. Im Blog ist noch viel mehr rechter Müll zu finden.

 

Quellen:
http://www.tagesschau.de/inland/antieuro104.html
http://www.heidrun-jakobs-blog.de/2010/09/kanzlei-jakobs-unterstutzt-bild-aktion-%E2%80%9Ewir-wollen-keine-sprechverbote%E2%80%9C/
http://www.heidrun-jakobs-blog.de/2014/10/bundesinnenminister-de-misere-mit-freundlicher-unterstutzung-fur-den-dschihad/
http://www.heidrun-jakobs-blog.de/2014/10/angriff-auf-die-meinungsfreiheit/
https://www.freitag.de/autoren/c-reuters/quarantaene-insel-fuer-moslems
https://alternativernewsletter.wordpress.com/2013/08/12/austritte-und-dissonanzen-in-der-afd-rheinland-pfalz/

Ulf-Theodor Claassen

Ulf Theodor Claassen

Leiter Polizeiinspektion Parchim

Zur Tatzeit Kriminaldirektor, jetzt Kriminaloberrat (ein Dienstgrad degradiert wegen dem Vorfall) Ulf-Theodor Claassen aus Rostock. Fragwürdig bleibt, warum Presse hier die Identität geheim hält! Liegt es daran, dass er Polizist ist? Presse geht auf diesen Part nicht ein. Nachdem die Grünen beim Innenminister die Versetzung als Dozent an die Polizeihochschule in Güstrow kritisierten, scheint er wieder in Parchim die Inspektion zu leiten.

Am 21.05.14 wurden, während eines Infostandes der Alternative für Deutschland (AfD), zwei Antifaschisten, darunter auch ein Mitglied der SDAJ, mit Reizgas angegriffen. Kurz vorher hatten die Jugendlichen Konfetti vor dem Infotisch verstreut um ihren Protest zum Ausdruck zu bringen und die rechte Propaganda nicht unwidersprochen zu lassen. Als sie im Begriff waren zu gehen, sprühte ein AfDler am Stand den beiden Antifaschisten unvermittelt Reizgas ins Gesicht. Sie wurden so massiv getroffen, dass der von der Polizei verständigte Rettungswagen die Jugendlichen ins Krankenhaus bringen musste. Dort wurden sie augenärztlich behandelt. Mittlerweile kam heraus, dass der Angreifer, leitender Polizist aus Rostock ist. In einem Geschäft in der Nähe kaufte der Beschuldigte den Erkenntnissen zufolge ein ähnlich aussehendes, sogenanntes Tierabwehrspray nach, nachdem er die ursprüngliche Kartusche entsorgt hatte. Der 52-Jährige gab an, ihm sei bewusst gewesen, dass die Polizei nach dem Verbleib der Pfefferspraykartusche fragen würde. Allerdings versprühte der Beklagte das nachgekaufte Reizgas direkt vor Ort – um es auszuprobieren, wie er später erklärte. Mehrere Passanten bekamen dadurch Hustenanfälle, eine Frau kam mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus. Laut Staatsanwaltschaft hat das beschuldigte AfD-Mitglied die Tat im Kern eingeräumt. Er sei wegen des Auftretens der beiden Männer und der Konfettiwürfe in Panik geraten. Natürlich ist diese Aussage gelogen, was seiner Erfahrung als Polizist und seinem Training zu danken ist. Dies ist nicht der einzige Vorfall! Claassen hat zwei Mitgliedern der grünen Jugend ein Protestplakat entrissen, worauf diese auch Anzeige erstatteten. Sie bekamen ihr Plakat am Abend wieder.

Claassen war schon Leiter einer Polizeiinspektion, danach führend in den Vorbereitungen des G8 Gipfels 2007 in Heiligendamm beteiligt und dann vertrat er die Landespolizei in der AG „kommunale Prävention“. Er sollte als Dozent in Polizeihochschule in Güstrow versetzt werden, wurde aber wieder „nur“ Leiter einer Polizeiinspektion (Parchim).

Quellen:
http://gruene-fraktion-mv.de/fraktion/johannes-saalfeld/volltext-saalfeld/article/3722014_gruene_innenminister_darf_bock_nicht_zum_gaertner_machen/
http://www.svz.de/lokales/kleingaertner-beugen-gegen-einbrecher-vor-id4909371.html
http://www.polizei.mvnet.de/cms2/Polizei_prod/Polizei/_Kontakte/_Personen/Claassen,_Ulf_Theodor/index.jsp
http://www.neues-deutschland.de/artikel/934418.wegen-reizgas-attacke-ermittlungen-gegen-afd-polizisten.html
http://www.sdaj-netz.de/blog/2014/06/pressemitteilung-angriff-durch-afd-mitglied/
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=na&dig=2014%2F05%2F30%2Fa0150
http://www.abendblatt.de/region/article134296553/AfD-Mitglied-in-Schwerin-wegen-Reizgasattacke-angeklagt.html
https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/afd-mitglied-wegen-reizgas-attacke-angeklagt-1311041011.html
http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/AfD-Wahlkaempfer-soll-Reizgas-eingesetzt-haben,afd162.html
http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/AfD-Wahlkampf-Anklage-gegen-Polizisten,afd202.html
http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/MV-aktuell/AfD-Mitglied-soll-Reizgas-eingesetzt-haben

Johannes Paul

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Bericht von Sebastian Weiermann veröffentlicht bei Ruhrbarone.
Am Mittwoch Abend erlebte ich ein besonderes Ereignis im Bochumer Kommunalwahlkampf. Eigentlich wollte ich eine Informationsveranstaltung, zum Naziaufmarsch am 1. Mai in Dortmund, im Verdi-Haus an der Universitätsstraße besuchen. Doch noch bevor die Veranstaltung begonnen hatte, kam ein junger Mann auf mich und andere Teilnehmer zu und berichtete davon, dass er gerade mit einer Gaspistole bedroht worden sei. Die Bedrohung geschah durch einen Ratskandidaten der Alternative für Deutschland. Doch der Reihe nach. Der junge Antifaschist Fred F. (Name der Redaktion bekannt) hatte, vom Fahrrad aus, am Netto-Supermarkt zwei AfD-Mitglieder gesehen, die Plakate aufhingen. Fred F. fuhr an ihnen vorbei, „drückte einen Spruch“ und „rotzte“ vor den Rechtspopulisten auf den Boden. Eines der zwei AfD-Mitglieder verfolgte Fred daraufhin mit seinem Auto über die Unistraße, beim Gebäude der Gewerkschaft Verdi steuerte Fred, in der Hoffnung den AfD’ler abschütteln zu können, auf den Parkplatz. Dort setzte sich der AfD`ler vor das Fahrrad und bremste scharf. Er hielt an, zeigte eine Pistole vor und lud diese durch. „Ich war sehr geschockt, jemanden mit einer Pistole vor mir zu haben.“, so Fred F.. Passanten bemerkten die Situation auf dem Parkplatz, und Fred F. nutzte die Gelegenheit, die Flucht vor seinem Jäger zu ergreifen.  Den Zeugen gegenüber gab sich der Rechtspopulist als Johannes Paul zu erkennen und erklärte, er besitze einen „kleinen Waffenschein“. Was ihn zu seiner wilden Jagd auf den jungen Mann auf dem Fahrrad bewog, erklärte Paul allerdings nicht und verschwand eilig in seinem Auto. Die Alternative für Deutschland stellte sich in Bochum in den vergangenen Wochen immer wieder in die Rolle des Opfers von Gewalt durch Linke. Wahrscheinlich ging von Linken ein Farbbeutelwurf auf den Veranstaltungsort einer AfD-Veranstaltung aus. Das ist Fakt. Von anderen Gewalttaten konnten die Rechtspopulisten bisher nicht berichten. Lediglich einige ihrer Plakate wurden abgerissen. Auf der Seite Lokalkompass.de, einem gerne genutzten Medium der Bochumer AfD-Mitglieder, warnten diese schon mehrfach vor „Weimarer Verhältnissen“ und verbreiteten Horrorgeschichten über Rasierklingen und benutzten Spritzen, die von Antifaschisten unter Aufklebern angebracht würden. Die AfD in Bochum ist großartig darin, wilde Geschichten zu verbreiten, sie schafft es auch immer wieder, sich in die Rolle des Opfers von Medien und Antifa zu begeben. Sie stellt aber sicher keine parlamentarische Alternative für die Bochumer Politik dar. Wilde, die mit Knarren herumfuchteln und Geschichten erzählen, braucht diese Stadt mit Sicherheit nicht.

Die Polizei Bochum bestätigt, dass sie wegen der Vorkommnisse vom gestrigen Abend Ermittlungen aufgenommen hat. Die Pressehoheit liege allerdings bei der Staatsanwaltschaft Bochum. Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass Ermittlungen aufgenommen werden, steht damit allerdings noch ganz am Anfang und kann momentan keine weiteren Auskünfte dazu geben. Von der AfD in Bochum und von Herrn Paul, der die Öffentlichkeitsarbeit der AfD betreut, haben wir noch keine Stellungnahme erhalten, und warten noch auf eine Antwort. Inzwischen hat sich allerdings der Antifa Klüngel Bochum geäußert: “Noch vor wenigen Wochen hatte der Bochumer Staatsschutz vor möglichen Anschlägen auf rechte Kandidaten gewarnt. Bisher sind Anschläge auf Mitglieder von AfD, NPD oder Pro NRW ausgeblieben. Bereitschaft zur im Zweifel tödlichen Gewalt zeigte in diesem Wahlkampf bisher nur die AfD.” Für den kommenden Samstag planen die Antifaschisten eine Kundgebung gegen die gewaltbereite AfD. Die Kundgebung soll um 12 Uhr auf dem Husemannplatz beginnen.

Die Alternative für Deutschland Bochum hat mit einer Pressemitteilung auf die Ereignisse vom vergangenen Mittwoch reagiert. In ihrer Mitteilung bestätigt die rechtspopulistische Partei größtenteils den in unserem Artikel geschilderten Sachverhalt. Allerdings wähnt sich die AfD durch die Spuckerei von Fred. F. angegriffen und rechtfertigt damit die gefährliche Verfolgungsjagd und die Bedrohung, die von ihrem Mitglied Johannes Paul ausgegangen ist. Für die Bochumer AfD und Johannes Paul sei eine „unglückliche Situation“ entstanden, eine mehr als verharmlosende Umschreibung für die Verfolgung eines Radfahrers mit dem Auto und das Ziehen einer Pistole, die auf den ersten Blick nicht als Schreckschusswaffe zu erkennen ist. Generell, so schreibt die Alternative für Deutschland Bochum lehne sie das Mitführen von Waffen zwar ab, zeigt allerdings Verständnis für ihr sich bedroht fühlendes Mitglied. Für Fred F. habe laut Mitteilung der AfD nie eine Gefahr bestanden, da die Waffe nur zur „Abschreckung“ gedient habe. Dass auch Schreckschusspistolen, aus nächster Nähe abgefeuert, eine tödliche Wirkung haben können, verschweigt die AfD hier geflissentlich. Johannes Paul erklärt, um Schaden von der Alternative für Deutschland abzuwenden, seinen Rücktritt von allen Parteiämtern. Für den Rat der Stadt Bochum kandidiert er allerdings weiterhin. Bleibt zu hoffen, dass der „friedliebende“ Herr Paul in Zukunft keine Plakate aufhängen geht.

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Kundgebung nach Bedrohung mit Schusswaffe durch den AfD-Kandidaten Johannes Paul

 

 

Quellen:
http://www.bo-alternativ.de/2014/09/26/johannes-paul-afd-npd-pro-nrw/
http://www.bo-alternativ.de/2014/04/24/antifaschist-mit-waffe-bedroht/
https://linksunten.indymedia.org/node/111543
http://www.ruhrbarone.de/bochum-kein-einlass-fuer-ruhrbarone-bei-der-afd/78799
http://www.derwesten.de/staedte/bochum/bochumer-afd-mann-griff-beim-streit-mit-antifa-zur-waffe-id9276298.html
http://braunraus.blogspot.de/2014/04/bochum-26.html
http://www.lokalkompass.de/bochum/politik/die-afd-informiert-antifa-bochum-die-afd-und-die-w-a-f-f-f-e-d430752.html
http://www.ruhrbarone.de/afd-kandidat-zieht-schusswaffe/77563
http://www.ruhrbarone.de/afd-bestaetigt-vorfall-vom-mittwoch-und-inszeniert-sich-als-opfer/77732

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Jens Pfeiffer

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Jens Pfeiffer ist Direktkandidat für den deutschen Bundestag gewesen. Er gibt sich Rußlandfreundlich, USA-feindlich, völkisch faschistisch und sucht permanent seinen Aluhut. Er sagte bei abgeordnetenwatch.de: „Wenn die intelligenten mit den dummen (bildungsfernen) Kindern zusammen lernen, nutzen sie ihr Potential nicht. Das Volk verdummt.“

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Quellen:
http://www.afdbayern.de/afd-in-bayern/direktkandidaten-fur-den-deutschen-bundestag/jens-pfeiffer/
https://www.facebook.com/jens.pfeiffer.779
http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/nuernberg/nurnberger-afd-kandidaten-auf-stimmenfang-1.3083620
https://linksunten.indymedia.org/de/node/113513

AfD – Mitglied Heumann in „Goebbels-Manier“! AfD auf den Spuren der NSDAP!

Ursprünglich veröffentlicht auf STESOCOM geschrieben von Stefan Soppe:

Nicht nur „Führer“ Bernd Lucke äußert Verständnis für PEGIDA. Längst bekennen sich weite Teile der AfD-Basis offen zu ihrer Sympathie für das islamkritische Bündnis. Manche gehören sogar zu den Organisatoren der vom Verfassungsschutz als rechtsextreme Gruppierung.

Unter den selbsternannten Patrioten in der faschistisch – mittlerweile nationalsozialistischen – , erzkonservativen und neoliberalen AfD ist die Begeisterung für die islamkritischen Proteste in deutschen Städten groß. Die „Patriotische Plattform“, ein Zusammenschluss aus Nationalkonservativen in der AfD, veröffentlichte auf ihrer Seite in dem sozialen Netzwerk Facebook jüngst ein Foto von neun Männern nach einer Demonstration des PEGIDA – Bündnisses in Dresden. Die Abkürzung steht für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Zu ihrem Erinnerungsfoto schrieben die AfD-Mitglieder: „Unter den Teilnehmern wie jeden Montag sächsische Patrioten der AfD.“ Auch Sachsens AfD-Landesvorsitzende Frauke Petry äußert Verständnis für die Demonstranten. „PEGIDA thematisiert Dinge, die von der Politik vernachlässigt werden“, sagte Petry. Zudem sei die „inhaltliche Überschneidung“ der Forderungen der Bewegung mit dem Programm der AfD offensichtlich. Es sei auch kein Geheimnis, dass „sehr viele“ AfD – Mitglieder bei PEGIDA – Demonstrationen mitliefen. In Petrys Landesvorstand wird sogar die Frage aufgeworfen, ob die AfD sich als parlamentarischer Arm der PEGIDA – Bewegung begreifen sollte. Landesvorstand Hans-Thomas Tillschneider, der für seine Islamkritik bekannt ist, nimmt regelmäßig an den Demonstrationen teil. Hinter der PEGIDA – Bewegung schienen im Gegensatz zu den „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa) „kluge Köpfe“ zu stehen, schrieb er kürzlich auf einer Internetseite der „Patriotischen Plattform“. Was PEGIDA noch fehle, sei „eine Partei, die den Protest in die Parlamente trägt“. Die übrige AfD-Führung bemüht sich bei dem Thema um Nachdenklichkeit. In Äußerungen, in denen jedes Wort abgewogen scheint, soll eine Mitte gefunden werden zwischen zwei politischen Unwägbarkeiten. Einerseits sollen sich gemäßigte Demonstranten durch zu ablehnende Äußerungen nicht von der AfD diffamiert fühlen. Andererseits wird der Verdacht gehegt, dass auch Bürger mit fremdenfeindlicher Gesinnung an den PEGIDA – Protesten teilnehmen. Während die Parteiführung noch über die Annäherung an das PEGIDA – Bündnis diskutiert, wird diese an der Basis längst vollzogen. Die Kreisverbände der AfD in der Sächsischen Schweiz und Dresden rufen ihre Mitglieder offen zur Teilnahme an den Protesten auf. Die Internetseite der Dresdner AfD bildet das PEGIDA – Logo groß ab. Dass Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) jüngst zu einer Demonstration gegen PEGIDA aufrief, wird ihr in der AfD übelgenommen. Der Dresdner AfD-Kreisvorsitzende Jürgen Schulz sagt, Orosz organisiere „eine Konfrontation, wie sie ohne Beispiel in der jüngeren Geschichte“ sei. Bei manchen Demonstrationen gehören AfD-Mitglieder nicht nur zu den Unterstützern, sondern zu den Organisatoren. In Düsseldorf ist das AfD-Mitglied Alexander Heumann einer der Initiatoren des dortigen PEGIDA – Ablegers namens Dügida. Heumann trat auch bei einer Demonstration der Hogesa in Hannover als Redner auf und er ist Vorsitzender der „Patriotischen Plattform“ in Nordrhein-Westfalen. In seiner Rede auf einer Dügida-Demonstration in Düsseldorf, hatte Heumann noch versöhnliche Worte gewählt. „Jeder Patriot ist hier willkommen! “Im Gespräch mit der FAZ vertrat Heumann hingegen weniger tolerante Positionen. Er äußerte die Erwartung, dass „in 20 Jahren in Deutschland die Scharia eingeführt wird, wenn die Islamisierung so weitergeht“. Heumann fordert, Deutschland solle die Einwanderung von Muslimen begrenzen. Er betrachte es mit Sorge, wenn Muslime in Deutschland für die öffentliche Sicherheit zuständig seien, etwa als Polizisten. Diese könnten von radikalen Muslimen mit dem Hinweis, sie seien „Brüder“, beeinflusst werden. In Schweden seien schon ganz Stadtviertel an islamische Einwanderer „verlorengegangen“. Die Zahl der Vergewaltigungen dort sei gestiegen, schwedische Frauen, behauptete Heumann, färbten sich aus Angst die Haare schwarz.

Damit bestätigt die AfD wiedereinmal, dass sie nicht weit rechts von der CDU steht, sondern sich dem Gedankengut der NSDAP annähert! Was Heumann vom Stapel gelassen hat, ähnelt sehr an die Reden des damaligen Reichspropagandaminister Goebbels, der die Juden für Vergewaltigungen an arische Mädchen verantwortlich machte.

Die AfD ist somit eine größere Gefahr als bislang geglaubt wurde. Sie ist gefährlicher als die NPD, welche man des Öfteren versuchte hatte zu verbieten. Wenn die sog. Alternative für Deutschland so weitermacht, wird es schneller zu einem Verbot kommen als bei ihre Schwesterpartei namens NPD!