Der Kriminalkommissar und Schwulenhasser ganz tief im braunen Sumpf

Karsten Mende, ein Polizist im Kreuzzug gegen den Humanismus und www.queer.de

Von Max / AfD-Watch Team

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Der glühende Hass auf Minderheiten in Krisenzeiten hat Hochkonjunktur, die Droge der Entwertung von „den anderen“, die sich stets auf objektiv Schwächere bezieht, vergiftet die Hirne und wabert sich immer wieder und wieder tief in die vielbeschworene und sogenannte „Mitte der Gesellschaft“ hinein, wo sie leider allzu oft zur vollen Blüte ausreifen kann. Speziell in Deutschland ist diese Dynamik des Tretens nach unten ein fester Bestandteil der Unkultur, die sich wiederum defizitären Menschen als besonders billige und einfache Krisen“bewältigungs“möglichkeit anbietet.

Als es im letzten Monat wieder einmal einen Shitstorm gegen Schwule im Zusammenhang vom „Schwulenheiler“ aus Hamburg gab (zu diesem selbsternannten Heiler gibt es von der ARD jeweils zwei Doku-Folgen aus diesem und aus dem letzten Jahr | eins | zwei |), offenbarte sich erneut der ganze von (fundamentalen) Christen gegenüber Homosexuellen empfundene Hass. Kommentare wie „Homosexualität ist mitnichten angeboren und nicht therapierbar. Die meisten Homosexuellen wurden entweder sexuell missbraucht oder wuchsen ohne eine Vaterfigur auf. Zudem sprechen die Statistiken zur Lebenserwartung Schwuler und Lesben Bände: Eine Lebenserwartung eine starken Rauchers; AIDS entfällt in den meisten Fällen auf Schwule. Sexsucht, Depressionen, Selbstmord, (häusliche) Gewalt und Drogenmissbrauch zeigen sehr wohl auf, dass Homosexualität nicht Gottes Willen entspricht. Wir Christen müssen diesen Menschen mit Liebe und Gebet begegnen, aber nicht den Fehler begehen, sie ihn ihrer Sünde zu ermutigen.“ belegten die Grundstruktur dieser entsetzlichen Debatte und waren die Regel.

Hintergrund dieser skurrilen zweiteiligen Doku und all der Aufregung ist, dass es in Bremen eine christliche Gemeinde fundamentalistischer Ausrichtung gibt, die im Ernst an die „Heilung“ Homosexueller (meistens sind aber Schwule betroffen) hin zu einer Art heterosexueller Umpolung glaubt und zu diesem Zweck junge, leicht beeinflussbare Männer (siehe Dokus!) ein groteskes psychisches Manipulationsprogramm durchlaufen lässt. Trotz der konkreten und erfahrungsgemäßen Gefahr von daraus resultierendem und bis zum Selbstmord reichenden Reaktionsverhalten der Versuchsopfer, schrecken die Täter auch vor psychisch grausamen Experimenten mit furchtbaren Ärzten nicht zurück. Der spezielle in der Doku gezeigte Fall eines solchen Arztes, den man sicherlich besser als Dr. Scientology oder Dr. Frankenstein bezeichnen sollte, beweist (in Hamburg) die Missbrauchstaktiken eines auf grobe Irrwege geratenen Mediziners. Warum dieser Dr. Frankenstein noch seine Approbation besitzt, weiß keiner, klar ist nur, dass Bastian Melcher (aus der Doku) als eines seiner Opfer bis heute seelisch schwer unter der massiven Fehlbehandlung von Kirche und Arzt leidet. Man kann sich kaum vorstellen, wie er sich wohl nach alledem auch heute noch fühlen mag.

Im Rahmen unserer Recherchen spülte es in diesem Zusammenhang dann plötzlich auch einen gewissen Karsten Mende aus dem Örtchen Sorno im Bundesland Brandenburg an die Oberfläche. Mende, nach eigenen Angaben seit Jahrzehnten Polizist, ist seinerseits ein stramm rechter Schwulenfeind. Er ist der festen Überzeugung (um nur einen kleinen Ausschnitt aus seiner Meinungskloake aufzuzeigen), dass Schwule definitiv völlig widernatürlich seien, sie biologisch primär durch ihre Sexpraktiken den HI–Virus erzeugt hätten, den Pädophilen ähnlich seien, schreckliche Eltern (siehe Adoptionsverfahren) wären und ausserdem an verschiedensten psychischen Krankheiten litten, ja geradezu ausschließlich als psychisch Kranke zu behandeln wären. Mende, dem laut Facebook allerlei rechter Dreck gefällt (PEGIDA, Junge Freiheit, etc.) betreibt selbst einen eigenen (ebenfalls rechten) Hetzblog, den man einfach mal überflogen haben muss, und ist zusätzlich auch im pseudowissenschaftlichen Blog von dem nach England ausgewanderten Antifeministen Michael Klein per Kommentarfunktion unterwegs – dann aber auch wieder gegen Schwule.

Michael Klein wiederum ist quasi der Gründervater eines „wissenschaftlichen“ Blogs mit PI–NEWS–Niveau, mit dessen Hilfe er offenbar an politisch rechte Inhalte andocken will, bzw. er versucht mit seiner rechten Einstellungen einen „wissenschaftlichen“, „rationalen“ und irgendwie „neutralen“ Anstrich zu geben; da wird im Eifer des Gefechts gegen die deutsche Linke schon mal die Stasi  zur „wissenschaftlichen“ Bewertung von (zugegeben) nicht wirklich fähigen Kritikern Münklers angestrengt, wobei Klein damit natürlich völlig über’s Ziel hinausschießt. Klein, seines Zeichens ein sogenannter Männerrechtler (Taz1 , Taz2 , Wikimannia , Andreas Kemper , Wikipedia im Hetzblog), verzettelte sich vor drei Jahren erfolglos in unzähligen Kleinkriegen mit Autorinnen und Autoren der deutschsprachigen Wikipedia, bei denen es um Definitionshoheiten in Sachen Feminismus und Männerrechte ging. Alsbald folgten von ihm initiierte (zahlreiche) Kampagnen-Artikel (siehe Blog), offene Briefe an den Wikipedia-Gründer und verschiedene andere befremdliche Aktivitäten. Damals waberten auch einige rechte Shitstorms durch das Netz, ausgelöst von jenen, welche die Männerrechte für sich entdeckt hatten. Des Weiteren konnte man von sehr beleidigenden E-Mails, angedrohten Strafanzeigen und gescheiterten Zivilklagen lesen. Natürlich alles (wie schon geschrieben) hochgradig wissenschaftlich und im Dienste der Meinungsfreiheit.

Es ist mehr als lustig, dass sich Michael Klein über einige Jahre hinweg als offener Werbeträger des rechtsesoterischen KOPP-Verlages outete (durch Blog-Werbeanzeigen) und dennoch den Anspruch erhebt, im Dienste der völlig rationalen Wissenschaft zu stehen. Sein heutiger Tiefpunkt ist im Übrigen ein Artikel, in welchem er sich breit über den Münchner „Kampf gegen Rechts“ mokiert, den er natürlich für vollkommen überflüssig hält. Nun aber zurück zu Karsten Mende.

Dieser kommentierte bei Michael Klein:

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Und weiter geht`s hier:

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Und dann schreibt der fleißige Kriminaler, dessen Sohn Daniel Mende selbst Ex-Polizist und nun Bürgermeister ist, noch das hier:

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Und das:

004
Und das:

005

Aber auch das: …“

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Und zu guter Letzt:

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Wir könnten hier noch viele weitere Kommentare von ihm verlinken, beschränken uns aber erst einmal auf diese Sieben. Es ist immer wieder entzückend zu sehen, dass sich (extrem) rechte deutsche Polizeibeamte sich trotz der vielen Skandale aus der jüngsten Zeit noch immer unbehelligt in ihren Kreisen (Zwei Beispiele: Beispiel 1 , Beispiel 2) bewegen können. Einen tatsächlichen Willen zur Änderung dieser Zustände kann man seitens der Politik nicht sehen. Doch „das Böse“, das so gerne den rechten Sittenwächter auf der eigenen Website gibt, hat Namen und Anschrift . Klingelingeling, ja wer ruft denn da an ;-)?!

 

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