Jens Eckleben

ecklebenJens Eckleben ist Gründungsmitglied der AfD Hamburg, Bezirksvorsitzender Hamburg-Nord und Kandidat für die Hamburger Bürgerschaftswahl am 15.02.2015.

Eckleben war Landesvorsitzender der kulturrassistischen Partei „Die Freiheit“, welche unter ihm gegen „poli­tische Islamisierung« Deutschlands“, den „EU-Einheitsstaat“ und die Einwanderungs- und Asylpo­litik wetterte. Als Begründung, er sei kein Rassist, führte Eckleben einmal an: „Ich habe Muslime als Freunde, die haben sich aber integriert und arbeiten“, um gleich darauf vor einer Islamisierung unter dem „Deckmantel der Religionsfreiheit“ zu warnen. Die Einwanderung habe sich nach dem Arbeitsmarkt zu richten. Wer nur Asyl beantrage, weil er hier besser leben wolle, sei unerwünscht.

Im Februar 2013 trat Eckleben als Landesbeauftragter der Wahlalternative (WA) in Erscheinung und lud als Landeskoordinator zur Gründung des Hamburger Landesverbandes der AfD ein. Mit ihm fanden auch der ehemalige stv. Vorsitzende der „Freiheit“ (Jan Luchterhand) und der ehemalige Landesschatzmeister der „Freiheit“ (Arno Willemer, zurzeit AfD-Bezirkskandidat in Altona) ihren Platz in der AfD.

In seinem ersten Jahr war Eckleben sehr aktiv in der AfD. Er managte den Wahlkampf, besetzte mehrere Posten und administrierte die offizielle Facebookseite der AfD Hamburg. Der Landesvorstand lehnte es aus wahltaktischen Gründen ab, Mitglieder im Hinblick auf ihre Einstellung zu „Grundgesetz, Weltoffenheit und Ausländerfeindlichkeit“ zu überprüfen. Landeschef Jörn Kruse sah keine rechtspopulistischen Mitglieder und auch keine konkreten Hinweise für Parteimitglieder, die mit ihrer Politik am rechten Rand fischen würden. Erst  nachdem der schon als Bundestagskandidat nominierte Hamburger Sigrud Greiner im Mai 2013 die Partei verließ, weil Parteimitglieder wie Eckleben „von der Parteiführung ungehindert islamkritische oder andere […] am rechten Rand fischende Blog-Einträge verfassen“ stimmte der Landesvorstand im Septemer 2013 für einen Antrag beim Parteischiedsgericht, nach dem Eckleben für die Dauer von zwei Jahren die Fähigkeit aberkannt werden sollte, ein Parteiamt zu bekleiden.

Rundbrief

Auszug aus dem Rundbrief

Unter Protest von AfD-Mitgliedern wie Tatjana Festerling (bekannt als HoGeSa-Untertstützerin) wurde Eckleben das Management der offiziellen Facebookseite entzogen. Festerling schrieb damals: „Heisst das, dass wir auf der Facebook-Seite Hamburg zukünftig die gleiche, psychopathische Hetz-Propaganda des LaVo gegen Rechts bzw. gegen dich persönlich, Jens Eckleben lesen, die uns schon im Rundbrief zugemutet wurde?“.

Auf dem YouTube-Kanal von Eckleben findet man „Historisches Liedgut aus dem 19. Jahrhundert“ – Interpret: Frank Rennicke (Liedermacher, Schlüsselfigur der rechtsextremen Szene und NPD-Kandidat zur Wahl des Bundespräsidenten), den Soundtrack der „Identitären Bewegung“, Verschwörungstheorien und natürlich Videos der „Freiheit“. In seinem Blog warnte Eckleben immer wieder vor einer Islamisierung Europas, auch mit provozierenden Videos oder Bildern.

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Auch verleugnet Eckleben die unerträgliche Zunahme von fremdenfeindlichen Gewalttaten und sagt „Es gibt den von Ihnen behaupteten starken Anstieg rechtsextremistischer Anschläge und Gewalttaten nicht, sondern das Gegenteil ist der Fall.“ (obwohl selbst der Verfassungsschutz für das Jahr 2013 einen Anstieg von 20% bei Gewalttaten gegen Migranten ermittelte). Eckleben will die staatlichen Mittel im Kampf gegen den Rechtsextremismus reduzieren. Seiner Meinung sollte ein Teil dieses Geldes besser zur Bekämpfung von Linksextremismus eingesetzt werden. Auch die Frage, ob er an der Pegida-Demonstration in Sachsen teilnehmen würde beantwortet Eckleben mit „…JA, wie z.B. Alexander Gauland und auch andere AfD-Mitglieder dies bereits getan haben, ich würde teilnehmen und mit den Menschen sprechen.“

Die Parteispitze hält vermutlich an Eckleben fest, da ihm gute Verbindungen zu hanseatischen „Pfeffersäcken“ nachgesagt werden. So zum Beispiel auch zum Hamburger Reeder Folkard Edler, welcher die AfD mit einem dubiosen Millionenkredit unterstützte. Für diesen Kredit wurde lediglich ein Zinssatz von 2% vereinbart. Auch sehen die Konditionen des Kredites einen Verzicht auf eine Rückzahlung vor, falls die Partei dazu nicht in der Lage sein sollte.

Auch die Verbindung zwischen Eckleben und der Partei „Die Freiheit“ scheint nach wir vor eng. Schaut man sich die Nachrichten des Twitter-Accounts „Die Freiheit Hamburg“ an, so fällt nicht nur auf, dass dort Werbung für die AfD betrieben wird, sondern auch, dass sämtliche Meldungen per Link auf die Posts von Jens Eckleben verweisen.

„Die Freiheit“ bewirbt das AfD Wahlprogramm und verlinkt mit J. Eckleben

Beitrag von J. Eckleben, von der Partei „Freiheit“ übernommen

Quellen:

https://alternative-hamburg.de/bezirke/bezirk-hamburg-nord/
http://de.indymedia.org/2014/05/354063.shtml
http://jungle-world.com/artikel/2011/29/43616.html
http://www.publikative.org/2013/03/19/afd-professorenpartei-als-rechtspopulistische-sammelbewegung/
https://www.taz.de/1/nord/artikel/?dig=2011%2F06%2F30%2Fa0199&
http://www.abendblatt.de/hamburg/article115943067/Hamburger-Mitglied-tritt-aus-Alternative-aus.html
http://www.alternativer-afd-newsletter.com/Russisch-Roulette.pdf
http://www.allmystery.de/themen/pr98768-189
http://six.tweettunnel.com/reverse2.php?textfield=Die_Freiheit_HH
https://www.facebook.com/afd.hamburg/posts/695470067129856

https://www.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fwww.abgeordnetenwatch.de%2Fprofile%2Fjens-eckleben%2Farchive%2F70504&h=qAQEYiOVg
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/21/verfassungsschutz-20-prozent-mehr-fremdenfeindliche-gewalt/

Jan Bauer

Jan Bauer, Ersatzdelegierter der AfD Bochum mit sehr eigenwilligem Demokratieverständnisjan bauer

Jan Bauer fiel bereits 2009 durch seine gewaltbereite und unsoziale Art auf. Damals protestierten Studenten an der Universität Duisburg-Essen u.a. gegen Studiengebühren und besetzten ihre Hörsäle. Jan Bauer war damals als stv. AStA-Vorsitzender gegen den Streik. Er ging körperlich gegen Studenten, die einen besetzten Hörsaal nicht verlassen wollten vor, seine Begründung dazu:  „Ich hatte vorher sechs Mal versucht, freundlich mit ihnen zu reden.“

Doch das war während seiner Zeit im AStA nicht die einzige Verfehlung, es folgten Veruntreuung, Urnenklau und der Versuch der Vertuschung.

2013 wurde bekannt, dass Bauer im Zusammenhang mit einer Partyreihe, die damals von ihm in seiner Funktion als AStA-Öffentlichkeitsreferent organisiert wurde, Rechnungen abrechnete, die teilweise dreimal teurer waren, als Vergleichsangebote von Druckereien, die sogar näher gelegen hätten. Auch sollen Privateinkäufe von Referent*innen auf AStA-Rechnungen aufgetaucht sein. Und der AStA leistete sich in dieser Zeit erstmalig ein eigenes Fahrzeug, welches auch privat und fast ausschließlich von Jan Bauer genutzt wurde.

Um die mutmaßliche Abwahl des damals amtierenden AStA zu verhindern, sabotierte Jan Bauer die Wahl (Manipulation der Kopierer, auf denen die Wahlzettel gedruckt werden sollten, AStA sperrte Servers mit den Wählerlisten, Sperrung der Schlüssel der Opposition und des Wahlausschusses). Letzendlich stahl Bauer eine Wahlurne, brachte sie in ein Büro, schloss sie ein und postierte vier Wachleute vor der Tür.

Im Januar 2012 wurde Jan Bauer abgewählt.  In den Stunden vor der Abwahl verkaufte Bauer zusammen mit AStA-Finanzreferenten Schön die AStA Service GmbH mitsamt Nutzungsrechten des Kunst- und Kulturcafé’s (KKC) für gerade mal 25.000 € (was nur dem Wert des Stammkapitals entsprach) an das Studentenwerk. Spekulationen zufulge sollte das KKC um jeden Preis verkauft werden, denn  durch den Verkauf wurden wichtige Akten für den mit der Aufklärung der Skandale beauftragten Übergangs-AStA, schwerer zugänglich.

Es folgten staatsanwaltliche Ermittlungen.

Asta

Quellen:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/studenten-streik-tumulte-an-der-uni-aid-1.1045147
http://www.ruhrbarone.de/bochum-das-zweifelhafte-personal-der-afd/80027
http://akduell.de/2013/05/die-akte-asta-veruntreuung-urnenklau-und-kkc-verkauf/
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/peinliche-uni-wahl-wie-geht-noch-mal-demokratie-a-801379.html
https://www.facebook.com/AStA.DuE/photos/a.409612129074919.14481080.164805656888902/696314617071334/

Sören Oltersdorf

Sören Oltersdorf ist seit 12.2014 Beisitzer im sächsischen Landesvorstand der Jungen Alternative, 2,c=0,h=554.bildehemaliger Dresdner Kreisvorstand der AfD und Stadtratskandidat, er trat von seinem Vorstandsamt zurück, nachdem er auf einer NPD Veranstaltung als Ordner erwischt wurde.


1 Ordner
in der Mitte Sören O., links daneben Oliver Fischer

Sören Oltersdorf war Kreisvorstand der AfD Dresden, bis bekannt wurde, dass er den am 22. März 2014 stattgefundenen JN-Europakongress (NPD-Jugend) nicht nur besuchte, sondern auch als Ordner fungierte.

Auf dem Europakongress der NPD- Jungend ist unter dem Regencape das Ordnerschild zu erkennen. Der neben ihm mit grauer Jacke und Kamera ist Oliver Fischer, Ortsbereichvorsitzender der NPD Cottbus. Auf seiner FB-Seite postet er unter anderem einen Aufruf Adolf Hitlers zur Rebellion aus „Mein Kampf“ und verherrlicht die NSDAP.

3 afd parteitag bericht 28.4.
Der Landesverband Sachsen der AfD stand zunächst hinter dem Besuch der NPD Veranstaltung: „Genauso sollte es sein: Es steht außer Frage, dass es in einer idealen politischen Kultur möglich sein müsste, Veranstaltungen jenseits des eigenen Horizonts zu besuchen.“. Auf dem Pateitag im April, eine Woche nach der Bild-Enthüllung erhielt Ex-Kandidat Oltersdorf Applaus, als Partei-Vize Thomas Hartung ihn begrüßte.

Am 22.04.2014 trat Oltersdorf von seinem Amt als Kreisvorstand zurück, der Landesvize Thomas Hartung erklärt: „Sören Oltersdorf hat einen Fehler gemacht, den er selbst am meisten bereut und durch den er auch sehr viel über politische Mechanismen gelernt hat.“ (Anmerkung: „bereut“ ist gut, siehe 10. November 2014)

Am 7. Mai 2014 gab die AfD Sachsen dann doch eine Presseerklärung heraus, nach der der Landesvorstand am 6. Mai 2014 beschlossen hat, gegen Sören Oltersdorf ein Parteiausschlussverfahren zu beantragen. „Seine bekannt gewordenen Teilnahmen an Veranstaltungen, die entweder als von der NPD-Jugendorganisation organisiert oder als NPD-nah gelten, waren unserem Image nicht zuträglich.“ erklärte Generalsekreatär Uwe Wurlitzer. (für Rückfragen zur Presseerklärung stünde Dr. Thomas Hartung, stellv. Landesvorsitzender AfD Sachsen, Tel. 0163/4013084, Email thomas.hartung@afdsachsen.de zur Verfügung, die Presseerklärung ist hier zu finden: http://afdsachsen.de/anlagen_db/presse/79.pdf)

Tatsächlich wurde Oltersdorf aber nie aus der AfD ausgeschlossen.

2 Neonazi-Demo am 13. Februar 2013, der junge mann vor dem banner
Der junge Mann vor dem Banner mit Rucksack

Bereits auf der Neonazi-Demo am 13. Februar 2013 fiel Oltersdorf auf. Der Fotograf: „Ich kann mich deutlich an ihn erinnern, da er mich mehrmals bedroht und geschubst hat.“ Sören Oltersdorf bestätigt dies: „Ich habe es als meine Pflicht angesehen an den besagten Trauermärschen zum Gedenken an die Toten teilzunehmen.“ Organisiert werden diese vom „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“, unterstützt von der NPD und den „Freien Kräften“.

Aktuell trat Oltersdorf wieder bei der rassistischen Demo am 10. November 2014 und auch in der darauffolgenden Woche gegen die geplante Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft in Dresden Klotzsche in Erscheinung. Die Demonstrationen wurden von Oltersdorf angemeldet und geleitet.

beisitzer ja von beier

Quellen:
http://bubgegenextremerechte.blogsport.de/2014/04/16/afd-funktionaer-auf-npd-jn-europakongress/
http://www.bild.de/regional/dresden/sebastian-fischer/was-macht-dieser-cdu-mann-bei-der-afd-35723854.bild.html
http://www.bild.de/regional/dresden/alternative-fuer-deutschland/neonazi-skandal-afd-kandidat-trittvon-aemtern-zurueck-35662992.bild.html
http://www.mdr.de/sachsen/afd-meldung100.html
http://de.indymedia.org/node/2669