Forderte Höcke bereits 2012 einen biologischen Rassismus?

Andreas Kemper

Björn Höcke bezog sich in einer Rede beim neurechten Institut für Staatspolitik (IfS) auf die Populationsökologie J. Philippe Rushtons, wie sie in seinem Buch Rasse, Evolution und Verhalten – Eine Theorie der Entwicklungsgeschichte dargelegt wurde. Das Buch wird vom hauseigenen Antaios-Verlag des IfS vertrieben. Ruhston hatte in dieser rassistischen Publikation die von Biologen inzwischen selbst für die Fauna umstrittene r-/K-Theorie auf die Menschheit ausgedehnt und zwar differenziert nach „Menschenrassen“.

Rasse

Es handelt sich hier also keinesfalls um eine Privattheorie Höckes (und Höcke wurde auch nicht „fehlinterpretiert“) sondern um eine in diesen neurechten Kreisen breit diskutierte Ideologie. 2010 lud die Burschenschaftliche Gemeinschaft Philippe Rushton zu einem Vortrag mit dem Titel „Rasse, Evolution und Verhalten“  ein. 2011 wurde aus diesem Umfeld in der Deutschen Burschenschaft die Diskussion um den sogenannten „Ariernachweis“ gestartet. Mitglied in der DB sollte nur werden dürfen, wer deutsche Vorfahren habe, ein deutscher Pass reiche nicht aus. Auch ein Mitarbeiter in der Thüringer…

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