„Pegida gleich Unterschicht weil extremistisch und dumm“

Andreas Kemper

Wenn gegen die Islamisierung des Abendlandes auf der Straße protestiert wird, dann liegt es zunächst einmal nahe, dass dort vorwiegend das männliche Kleinbürgertum marschiert. Aus einem ganz einfachen Grund: Die Sarrazin-Leser*innen und die AfD-Mitglieder sind vorwiegend männliche Kleinbürger.

In vielen Diskussionen wurde aber wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass es sich in Dresden um die „sozial Abgehängten“, um die ^Unterschicht^, um die Habenichtse handele. Hier wäre eine Medienanalyse fällig: Wie wurde über Pegida berichtet? Haben die Medien einen Teil dazu beigetragen, dass Pegida mit ^Unterschicht^ gleichgesetzt wurde? Oder wurde hier ein klassistisches Vorurteil ganz ohne Zutun der Medien reaktiviert? Weil nämlich die Parolen der Pegida extremistisch und dumm seien, müsste es sich ja wohl um ^bildungsferne Schichten^ handeln, die da demonstrieren.

Es liegt nun eine Studie vor, die zu dem durchaus plausiblen Ergebnis kommt, dass in Dresden vor allem Männer aus der gut verdienenden Mittelschicht demonstrierten. Daraufhin brach ein regelrechter Shitstorm…

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